Commerzbank gewinnt neue Kunden in Mittelbaden

Baden-Baden/Rastatt (tas) – Die Commerzbank hat in der Marktregion Baden-Baden, sie umfasst auch den Bereich Rastatt, ihr Geschäft weiter ausgebaut. Vor allem bei Baufinanzierungen lief es gut.

Die Commerzbank fährt derzeit einen Sparkurs.Foto: Daniel Karmann/dpa

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Die Commerzbank fährt derzeit einen Sparkurs.Foto: Daniel Karmann/dpa

Im Corona-Jahr 2020 schaffte die Commerzbank in der Region Mittelbaden einen weiteren Zuwachs im Privatkundenbereich. Wie das Frankfurter Institut am Dienstag mitteilte, kamen netto 230 neue Privatkunden hinzu, 13.600 betreut das Institut nun in den beiden Filialen in Baden-Baden und Rastatt mit zusammen 17 Mitarbeitern – das Marktgebiet erstreckt sich ungefähr über den gesamten Landkreis.

Laut dem für die beiden mittelbadischen Standorte verantwortlichen Leiter Marcus Deuchler legte das Institut vor allem im Wertpapierbereich zu. „Viele haben den Kurssturz im Frühjahr 2020 genutzt und Wertpapiere gekauft – davon einige zum ersten Mal.“ Besonders beliebt seien Wertpapiersparpläne gewesen. Ihre Zahl stieg den Angaben zufolge im Marktbereich um 42,9 Prozent. Insgesamt habe sich das Depotvolumen bei Privatkunden um drei Prozent auf rund 74 Millionen Euro erhöht.

Auch im Bereich der Baufinanzierungen konnte die Commerzbank in der Region deutlich zulegen. „Die Corona-Krise hat den Wunsch nach Wohneigentum noch einmal verstärkt. Dabei geht der Trend raus aus der Stadt ins Grüne, besonders Immobilien mit Gärten und Balkonen waren 2020 gefragt“, sagt der Bereichsverantwortliche für den Großraum Karlsruhe, René Lindner. Das Neugeschäft mit Baufinanzierungen stieg in Mittelbaden um acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf ein Gesamtvolumen von 72 Millionen Euro an.

Strategie in Feinabstimmung


Lindner, der sich gleichzeitig um den Bereich der vermögenden Privatkunden in der Region kümmert, berichtete am Dienstag ebenfalls von Wachstum in diesem Bereich, der mit vier Vollzeitkräften in Baden-Baden angesiedelt ist. Das Depotvolumen im sogenannten Wealth Management in der Kurstadt – hier werden rund 1.700 Kunden betreut – habe sich per Jahresende 2020 auf 400 Millionen Euro erhöht, ein Plus von 3,6 Prozent.

Im Firmenkundenbereich – zu ihm zählen 1.100 Unternehmen in Nord- und Mittelbaden mit einem Umsatz von je mehr als 15 Millionen Euro – verlor die Commerzbank 2020 rund vier Prozent an Kreditvolumen auf 545 Millionen Euro. „Die Unternehmen waren beim Thema Investitionen sehr, sehr zurückhaltend“, sagte der Karlsruher Niederlassungsleiter Herbert Oberle. Er sieht aber bereits wieder Licht am Ende des Tunnels. „Wir sind davon ausgegangen, dass die Unternehmen, die vor der Krise gut waren, auch nach der Krise gut sein werden.“ Diese Einschätzung bewahrheite sich jetzt.

Zu den Auswirkungen der aktuellen Sparanstrengungen bei der Commerzbank auf die Region Mittelbaden, gab das Institut am Dienstag keine Details bekannt. Die „Strategie 2024“ befände sich derzeit in der Feinabstimmung, sagte Commerzbank-Sprecherin Sandra Kobus. Geplant ist dabei, die Zahl von bundesweit rund 800 Filialen auf 450 zu reduzieren. Damit verbunden ist ein Abbau von weltweit 10.000 Vollzeitstellen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Tobias Symanski

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Erstellt:
21. April 2021, 07:38 Uhr
Lesedauer:
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