Corona-Ausbruch im Kursana-Domizil Gaggenau

Gaggenau (stj) – Nach dem gravierenden Corona-Ausbruch im Haus Paulus in Rastatt mit mehreren Toten hat das Virus nun auch das Kursana-Domizil in Gaggenau erwischt.

Keine Gruppenaktivitäten, keine externen Dienstleister: In der Seniorenwohnanlage in der Luisenstraße 39 sind Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Foto: Stephan Juch / Archiv

Keine Gruppenaktivitäten, keine externen Dienstleister: In der Seniorenwohnanlage in der Luisenstraße 39 sind Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Foto: Stephan Juch / Archiv

Michaela Mehls, Pressesprecherin der Dussmann Group, zu der Kursana gehört, bestätigt „erste Corona-Infektionen“ in der Seniorenwohnanlage mit 87 Einzel- und 22 Doppelzimmern. Um wie viele Erkrankte es sich genau handelt und um welche Virus-Variante, konnte Mehls am Dienstagnachmittag noch nicht sagen, weil man die Ergebnisse der PCR-Testungen abwarten müsse.

Entwarnung im Oskar-Scherrer-Haus

Unterdessen kann für das Oskar-Scherrer-Haus der Gaggenauer Altenhilfe Entwarnung gegeben werden. Die zwei Verdachtsfälle, die man im neuen Jahr hatte, haben sich nicht bestätigt. Darüber gibt Pflegedienstleiterin Tanja Rosswag auf BT-Anfrage Auskunft. Die Erleichterung nach den negativ ausgefallenen PCR-Tests der zwei Bewohner sei sehr groß gewesen. Im Oskar-Scherrer-Haus finden Menschen mit besonderem Pflegebedarf und Demenz einen Lebensraum, der ihnen besonderen Schutz bietet.

Das gelte natürlich auch für den Schutz vor Corona, was wiederum für die Mitarbeiter einen enormen zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeute. Trotz aller Vorkehrungen war es in dem Pflegeheim der Altenhilfe Gaggenau im November 2020 zu mehreren Corona-Infektionen bei Bewohnern und beim Personal gekommen. „Das war schlimm“, erinnert sich Tanja Rosswag. Damit meint sie nicht nur die Tatsache, dass Bewohner und Kollegen erkrankt waren, sondern auch die Situation mit einigen uneinsichtigen Besuchern der Einrichtung. Denn: Man braucht in jedem Fall einen negativen Test, um jemanden im Oskar-Scherrer-Haus besuchen zu dürfen – egal, ob man geimpft oder genesen ist. Das haben einige nicht eingesehen, erzählt Rosswag.

Nachdem die Situation eskalierte, hat man reagiert und extra einen Sicherheitsdienst engagiert. Dadurch habe sich die Lage für das Pflegepersonal entspannt. Auch die hohe Impfquote unter den Bewohnern von 92 Prozent, die allesamt bereits geboostert seien, trage zu einem gewissen Maß an Entspannung bei. Dennoch sei man wegen der Corona-Situation weiterhin in erhöhter Alarmbereitschaft und treffe alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen, betont die Pflegedienstleiterin.

Aktuell ist von Besuchen im Kursana-Domizil abzusehen

Strenge Hygienemaßnahmen nach den vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standards gelten auch im Kursana-Domizil in der Luisenstraße. Nach dem Corona-Ausbruch dort seien umgehend alle Angehörigen und die behandelnden Ärzte über die Situation in der Einrichtung informiert worden, betont Michaela Mehls: „Wir haben die Angehörigen gebeten, aktuell von Besuchen abzusehen. Auch negativ getestete Bewohner bitten wir in ihrem Zimmer zu bleiben. Externe Dienstleister wie Friseure oder Physiotherapeuten sind angehalten, unsere Einrichtung aktuell nicht zu betreten, und es finden keine Gruppenaktivitäten statt. Die Priorität aller Maßnahmen liegt auf dem Gesundheitsschutz der Bewohner.“

Grundsätzlich liege die Impfquote im Kursana-Domizil in Gaggenau mit über 90 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt, sagt Mehls. Zudem befinde man sich mit dem zuständigen Gesundheitsamt in engem Austausch.

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