Corona: Inzidenz steigt auf neuen Höchstwert von 312,4

Berlin/Rastatt (dpa/BT) – Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl am Dienstagmorgen mit 312,4 an.

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat bundesweit erneut einen neuen Höchstwert erreicht. Symbolfoto: Jan Woitas/dpa

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Die Sieben-Tage-Inzidenz hat bundesweit erneut einen neuen Höchstwert erreicht. Symbolfoto: Jan Woitas/dpa

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 303,0 gelegen, vor einer Woche bei 213,7 (Vormonat: 70,8) gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 32.048 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.31 Uhr wiedergeben. Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 50.196 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 21.832 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge 265 Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Vor einer Woche waren es 169 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.077.124 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 4,86 an (Montag: 4,65). Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.516.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 97.980.

Zwei Todesfälle im Landkreis Rastatt

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg hat sich von Sonntag auf Montag (Stand: 16 Uhr) laut Landesgesundheitsamt um 3.323 auf insgesamt 710.310 erhöht. Die Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Patienten stieg um 45 auf 11.298. Im Landkreis Rastatt wurden zwölf Neuinfektionen registriert, im Stadtkreis Baden-Baden acht. Im Landkreis Rastatt gab es zwei weitere Todesfälle. Der R-Wert lag in Baden-Württemberg bei 1,11. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt landesweit 377,0, im Kreis Rastatt 391,7 und in Baden-Baden 326,4. Landesweit gelten 622.948 Menschen als genesen (plus 1.556). Laut Divi-Intensivregister sind 17,9 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 406 werden dort behandelt, 27 mehr als am Vortag. In sieben Tagen kamen pro 100.000 Einwohner 5,1 Patienten wegen einer Corona-Infektion in ein Krankenhaus (Hospitalisierungsinzidenz).

2G-Regeln wohl ab Mittwoch

Mit 406 Covid-Patienten auf baden-württembergischen Intensivstationen wurde am Montag der kritische Wert von 390 überschritten. Ist das zwei Werktage hintereinander der Fall, tritt die Alarmstufe am Folgetag in Kraft. Deshalb werden ungeimpfte Menschen in Baden-Württemberg vermutlich ab Mittwoch von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen. Man gehe davon aus, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen sowohl am Montag als auch am Dienstag den kritischen Wert von 390 überschreite, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Montag in Stuttgart mit. Es sei auch unwahrscheinlich, dass die Zahl jetzt noch mal sinke, da die oftmals jüngeren Patienten auf den Intensivstationen nun deutlich länger dort behandelt werden müssten.

Mit einem zweifachen Überschreiten der Marke würde die sogenannte Corona-Alarmstufe ausgerufen – und ab Mittwoch würden damit deutlich schärfere Regeln gelten. Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, bei Ausstellungen sowie bei den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen vor. Wer ungeimpft ist und nur einen Test vorweisen kann, bleibt dann auch im Kino, im Schwimmbad oder im Fitnessstudio, in Volkshochschulkursen und Musikschulen außen vor. Schulkinder müssen in der Klasse wieder Maske tragen.

Ausnahmen für Kinder und Jugendliche

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, etwa für öffentliche Verkehrsmittel und Religionsveranstaltungen. Auch im Einzelhandel gilt in der Alarmstufe 3G ohne PCR-Test-Pflicht. Ausgenommen sind zudem Geschäfte der Grundversorgung wie Supermärkte sowie Märkte im Freien und Abhol- und Lieferangebote. Die schärferen Regeln gelten auch nicht für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre werden nicht mitgezählt.

Das baden-württembergische Stufensystem hängt ab von der Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen und der sogenannten Hospitalisierungsinzidenz, die die Zahl jener Menschen angibt, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Bislang galt im Südwesten die sogenannte Corona-Warnstufe, die für viele Ungeimpfte bereits zahlreiche Beschränkungen mit sich brachte. Damit die verschärften Corona-Maßnahmen außer Kraft treten, müssen die Schwellenwerte an fünf Werktagen in Folge unterschritten werden.

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Erstellt:
16. November 2021, 06:46 Uhr
Aktualisiert:
16. November 2021, 12:05 Uhr
Lesedauer:
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