Corona-Krise bremst Merkurbahn aus

Baden-Baden (hez) – Die Merkurbahn wird erst nach Ostern eröffnet. Wann sie wieder Menschen auf den Baden-Badener Hausberg bringen wird, ist – genau wie das Ende der Corona-Pandemie – noch ungewiss.

Als Mitte März die neuen Wagen der Merkurbahn angeliefert wurden, bestand noch die Hoffnung, sie zu Ostern in Betrieb zu nehmen. Foto: Archiv/Zorn

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Als Mitte März die neuen Wagen der Merkurbahn angeliefert wurden, bestand noch die Hoffnung, sie zu Ostern in Betrieb zu nehmen. Foto: Archiv/Zorn

Vor allem mit Appellen will die Stadt erreichen, dass bei den bevorstehenden Osterfeiertagen nicht Massen von Spaziergängern und Ausflüglern aufeinandertreffen (siehe weiterer Artikel). Die neue Merkurbahn wird im Gegensatz zu ursprünglichen Planungen am kommenden Wochenende nicht in Betrieb gehen.
„Wir werden die Menschen dazu aufrufen, zu Hause zu bleiben“, betont Stadt-Pressesprecher Roland Seiter. Über eventuelle Sperrungen von Plätzen und Wegen, die zur Kontaktvermeidung aufgrund der Corona-Pandemie in manchen Städten schon beschlossen wurden, hat man in Baden-Baden noch nicht entschieden. Aber beim beliebtesten und belebtesten Ausflugsziel der Kurstadt, der Lichtentaler Allee, wäre eine Absperrung auch ziemlich problematisch. So etwas könnte man nur mit einem hohen und letztlich wohl kaum zu vertretenden Installations- und Kontroll-Aufwand realisieren.

Eher denkbar wäre eine Reduzierung der Zahl der Spaziergänger auf dem Weg zu den Geroldsauer Wasserfällen durch eine Sperrung des dortigen Parkplatzes. Roland Seiter hofft vor allem auf die Vernunft der Menschen und eine gewisse Verschlechterung des Wetters zu Ostern, was das Daheimbleiben erleichtern würde.

Zeitpunkt der Inbetriebnahme offen

Bei einem weiteren Top-Ausflugsziel Baden-Badens hingegen kann schon jetzt Entwarnung gegeben werden: Die neuen Wagen der Merkurbahn werden an Ostern noch nicht in Betrieb gehen. Der Grund dafür ist – man kann schon sagen natürlich – das Coronavirus.

Als die neuen, im Retro-Stil gehaltenen Wagen für eine der längsten und steilsten Standseilbahnen Deutschlands vor wenigen Wochen geliefert und auf die Schienen gesetzt wurden, war man noch davon ausgegangen, dass die nötigen Einstellungen und Sicherheitsüberprüfungen bis Ostern von den Mitarbeitern der Schweizer Herstellerfirma zu schaffen sind. Doch dann kamen die Einreisebeschränkungen, die dazu führten, dass die Schweizer entweder überhaupt nicht oder aber nur in geringer Zahl an den Bergbahnwagen arbeiten konnten.

Außerdem ist auch ein Abschluss der Umbauarbeiten an der Berg- und Talstation noch nicht absehbar, da zur Kontaktvermeidung die Zahl der auf den Baustellen jeweils tätigen Personen reduziert wurde. Wie Martin Weßbecher von den Stadtwerken im BT-Gespräch sagte, wisse man momentan nicht, wann die Merkurbahn wieder die Menschen auf den Baden-Badener Hausberg bringen wird. Wenn die Erneuerungsarbeiten abgeschlossen sind, müsse geklärt werden, ob die Corona-Regelungen überhaupt ein Fahren der Bergbahn erlauben.

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Erstellt:
9. April 2020, 06:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 07sec

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