Corona-Schnelltests in der Reithalle

Rastatt (ema) – Zweimal in der Woche können sich Bürger in der Reithalle einem Corona-Schnelltest unterziehen. Start ist am Freitag, 12. März.

16.711 Schnelltests stehen vorerst in der Reithalle zur Verfügung. Foto: av

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16.711 Schnelltests stehen vorerst in der Reithalle zur Verfügung. Foto: av

Die Stadtverwaltung eröffnet an diesem Freitag, 12. März, in der Reithalle ein Corona-Schnelltestzentrum, um das angespannte Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten.
Die Station wird laut Mitteilung aus dem Rathaus vom DRK-Ortsverein betrieben. Zunächst bis Ende März ist sie jeweils freitags und dienstags von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Rastatter Bürger können sich hier einmal pro Woche kostenfrei testen lassen. Vorrangig angesprochen sind diejenigen, die in Kontakt sind mit besonders infektionsgefährdeten Personen. Getestet wird mit Antigen-Schnelltests, die nach wenigen Minuten anzeigen, ob jemand aktuell infektiös ist. Über das Testergebnis erhalten die getesteten Personen einen Nachweis. Verwendet werden vorerst die 16.711 Schnelltests, die der Stadt aus der Landesnotfallreserve zur Verfügung gestellt wurden.

Interessierte Bürger sollten zum Testen einen Personalausweis mitbringen. Auf eine vorherige Terminvereinbarung verzichtet die Stadt, um unbürokratischer agieren zu können. Allerdings bittet die Stadt dringend darum, nur symptomfrei zum Testen zu kommen und während des Aufenthalts in der Reithalle einen medizinischen oder einen FFP2-Mund-Nasenschutz zu tragen. Wer unter Husten, Luftnot oder anderen Erkältungssymptomen leidet, sollte Kontakt zum Hausarzt aufnehmen und nicht in die Reithalle kommen. Im Theatersaal werden zwei Teststraßen aufgebaut. Pro Stunde, so rechnet das DRK, könnten rund 50 Personen getestet werden. Wegen der Weitläufigkeit des Kulturplatzes vor der Reithalle ist ausreichend Raum für wartende Personen vorhanden. Dennoch werden alle Wartenden gebeten, eigenverantwortlich auf Abstand zu achten. Sollten sich mehr Bürger vor der Reithalle einfinden, als Kapazitäten vorhanden sind, werden Personen möglicherweise abgewiesen.

Angebot soll ausgeweitet werden

Die Teststation hatte OB Hans Jürgen Pütsch am Montag im Finanzausschuss angekündigt. Er hatte laut Mitteilung in der vergangenen Woche eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe beauftragt, Konzepte für ein kommunales Testangebot zu erstellen. Nur mit einer konsequenten Teststrategie sei es möglich, das Infektionsgeschehen mit dem immer stärker steigenden Anteil an hoch ansteckenden Mutanten in den Griff zu bekommen.

Pütsch zufolge ist die Stadt in Gesprächen, um das Testangebot noch auszuweiten und hier auch Einzelhandel, Gastronomie und Wirtschaft einzubeziehen. Seit zwei Wochen kann sich bereits das Personal in städtischen Schulen und Kitas entweder in den Einrichtungen selbst oder bei Apotheken und Ärzten testen lassen.

Die Notwendigkeit einer Teststation machte am Montag FW-Chef Herbert Köllner am Beispiel der Rastatter Klinik deutlich. Dort weise man Besucher ab, die angeblich keinen Test des Klinikums in Balg vorweisen könnten. Dies weist das Unternehmen zurück. Gültig seien Bescheinigungen von Tests, die Ärzte, Apotheker oder eben das Balger Schnelltestzentrum vorgenommen haben. Damit will das Klinikum auf Nummer sicher gehen angesichts aktueller Angebote der Discounter.


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