Corona: Über 100.000 Tote und neue Rekordinzidenz

Berlin/Rastatt (dpa/BT) - Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen in Deutschland hat die Schwelle von 100.000 Toten überschritten. Bei Neuinfektionen und Inzidenz gab es neue Höchstwerte.

Die Zahl der Menschen, die an oder mit einer Covid-Infektion gestorben sind, hat in Deutschland die Schwelle von 100.000 überschritten. Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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Die Zahl der Menschen, die an oder mit einer Covid-Infektion gestorben sind, hat in Deutschland die Schwelle von 100.000 überschritten. Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Das geht aus Zahlen von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des Dashboards des Robert-Koch-Instituts (RKI) von 3.47 Uhr wiedergeben. Demnach meldeten die Gesundheitsämter dem RKI jüngst 351 Todesfälle binnen 24 Stunden, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 100.119.

Die meisten Corona-Toten gab es laut RKI im vergangenen Winter mit teils mehr als 1.000 pro Tag gemeldeten Fällen. Momentan sind die Sterbezahlen wesentlich niedriger, obwohl es deutlich mehr Infektionen gibt. Einen ausführlichen Bericht zu den Todeszahlen können Sie hier lesen.

Die Zahl der binnen eines Tages übermittelten Corona-Neuinfektionen überschritt erstmals die Schwelle von 70.000 Neuinfektionen. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben 75.961 Fälle in 24 Stunden. Vor genau einer Woche waren es 65.371 erfasste Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag demnach bei 419,7 – ebenfalls ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 404,5 gelegen, vor einer Woche bei 336,9 (Vormonat: 110,1).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 351 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.573.756 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 5,74 an (Dienstag: 5,60). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 4.744.400 an.

Lage im Land und in Mittelbaden

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg hat sich von Dienstag auf Mittwoch (Stand: 16 Uhr) laut Landesgesundheitsamt um 10.676 auf insgesamt 785.337 erhöht. Die Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Patienten stieg um 48 auf 11.583. Im Landkreis Rastatt wurden 249 Neuinfektionen registriert, im Stadtkreis Baden-Baden 48. Im Landkreis Rastatt gab es einen weiteren Todesfall. Der R-Wert lag in Baden-Württemberg bei 0,98. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt landesweit 476,4, im Kreis Rastatt 552,8 und in Baden-Baden 524,8. Landesweit gelten 647.769 Menschen als genesen (plus 3.937). Laut Divi-Intensivregister sind 23,0 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 517 werden dort behandelt, 7 mehr als am Vortag. In sieben Tagen kamen pro 100.000 Einwohner 6,1 Patienten wegen einer Corona-Infektion in ein Krankenhaus (Hospitalisierungsinzidenz).

Schärfere Regeln für Stadt- und Landkreis

Im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden treten ab Donnerstag nochmals verschärfte Corona-Maßnahmen in Kraft. Sie werden angeordnet, weil die Sieben-Tage-Inzidenz an zwei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von mindestens 500 erreicht hatte. Laut einer Mitteilung des Landratsamts Rastatt ist demnach nicht-immunisierten Kunden (also Menschen, die weder geimpft noch genesen sind) der Zutritt zu Betrieben des Einzelhandels und zu Märkten, mit Ausnahme von Betrieben und Märkten der Grundversorgung, nicht gestattet. Abholangebote und Lieferdienste einschließlich solcher des Online-Handels sind für nicht-immunisierte Kunden ohne Einschränkung zulässig. Auf den Weihnachtsmärkten müssen sich Geimpfte oder Genese zudem noch einem Schnelltest unterziehen, ehe sie Zugang erhalten. Zudem dürfen sich nicht-immunisierte Menschen in der Zeit von 21 bis 5 Uhr nur aus triftigen Gründen außerhalb ihrer Wohnung oder ihrer Unterkunft aufhalten. Die weiteren Details stehen in der aktuellen Fassung der Corona-Verordnung des Landes.

Testpflicht in KMB-Pflegeeinrichtungen

Ab sofort besteht für alle Besuche, auch wwenn sie geimpft oder genesen sind, der Pflegeeinrichtungen des Klinikums Mittelbaden (KMB) eine Testpflicht. Das teilte das KMB am Mittwochabend mit. Der Zutritt zu den Einrichtungen ist nur mit einem negativen Antigentest (nicht älter als 24 Stunden) oder einem negativer PCR Test (nicht älter als 48 Stunden) möglich. Zulässig sind Testnachweise eines überwachten Tests vor Ort in der Einrichtung, Testnachweise durch den Arbeitgeber des Besuchers, Testnachweise durch Arzt, Apotheke oder Testnachweise einer vom Gesundheitsamt zugelassenen Teststelle (Bürgerteststelle).

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Erstellt:
25. November 2021, 06:57 Uhr
Aktualisiert:
25. November 2021, 07:56 Uhr
Lesedauer:
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