Corona: Vier Todesfälle im Landkreis Rastatt

Baden-Baden (BT) – In Mittelbaden ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen von Montag auf Dienstag um 230 gestiegen. Im Landkreis Rastatt gab es vier weitere Todesfälle.

Im Landkreis Rastatt sind von Montag auf Dienstag vier weitere Covid-19-Patienten verstorben. Symbolfoto: Annette Riedl/dpa

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Im Landkreis Rastatt sind von Montag auf Dienstag vier weitere Covid-19-Patienten verstorben. Symbolfoto: Annette Riedl/dpa

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg hat sich von Montag auf Dienstag (Stand: 16 Uhr) laut Landesgesundheitsamt um 8.666 auf insgesamt 718.976 erhöht. Die Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Patienten stieg um 44 auf 11.342. Im Landkreis Rastatt wurden 188 Neuinfektionen registriert, im Stadtkreis Baden-Baden 42. Im Landkreis Rastatt gab es vier weitere Todesfälle. Der R-Wert lag in Baden-Württemberg bei 1,01. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt landesweit 382,8, im Kreis Rastatt 382,6 und in Baden-Baden 328,2. Landesweit gelten 624.946 Menschen als genesen (plus 1.998). Laut Divi-Intensivregister sind 18,7 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 424 werden dort behandelt, 17 mehr als am Vortag. In sieben Tagen kamen pro 100.000 Einwohner 5,8 Patienten wegen einer Corona-Infektion in ein Krankenhaus (Hospitalisierungsinzidenz).

Ungeimpfte Menschen in Baden-Württemberg werden ab Mittwoch von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen. Wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag ankündigte, wird das Land aufgrund der sich zuspitzenden Lage auf den Intensivstationen die sogenannte Alarmstufe erreichen. Nur noch Geimpfte und Genesene haben dann noch Zugang zu Restaurants, Museen sowie den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen.

Alarmstufe gilt ab Mittwoch

Nachdem an zwei Werktagen die kritische Marke von 390 Covid-Patienten auf baden-württembergischen Intensivstationen überschritten wurde, tritt am Mittwoch automatisch landesweit die Alarmstufe in Kraft. Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel etwa in Restaurants und Museen, bei Ausstellungen sowie in den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen vor. Wer nicht geimpft oder genesen ist und nur einen Test vorweisen kann, bleibt auch im Kino, im Schwimmbad oder im Fitnessstudio, in Volkshochschulkursen und Musikschulen außen vor. Schulkinder müssen in der Klasse ab sofort wieder Maske tragen.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, etwa für öffentliche Verkehrsmittel und Religionsveranstaltungen. Auch im Einzelhandel gilt in der Alarmstufe 3G ohne PCR-Test-Pflicht. Ausgenommen sind zudem Geschäfte der Grundversorgung wie Supermärkte sowie Märkte im Freien und Abhol- und Lieferangebote. Für die Übernachtung im Hotel müssen Ungeimpfte dagegen einen PCR-Test vorlegen. Auch beim Friseur oder im Nagelstudio gilt in der Alarmstufe 3G mit PCR-Test-Pflicht.

Strengere Kontaktbeschränkungen

Auch die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte werden weiter verschärft. Treffen sind künftig nur noch für einen Haushalt und eine weitere Person erlaubt. Ausgenommen sind Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre werden nicht mitgezählt.

Kretschmann für Impfpflicht für einige Berufsgruppen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich wegen der stark steigenden Corona-Zahlen für eine Impfpflicht für Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern ausgesprochen. Er sei ein „klarer Anhänger einer Impfpflicht“ für diese Berufe, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart. In einem zweiten Schritt solle es auch eine Impfpflicht für Lehrkräfte und die Polizei geben.

Lucha: Allgemeine Impfpflicht wäre besser gewesen

Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sagte sogar, es wäre besser gewesen, zu Beginn der Pandemie eine allgemeine Impfpflicht durchzusetzen. Man habe dies aber aus Sorge um eine weitere Polarisierung der Gesellschaft unterlassen. „Am Ende hätte man es vielleicht durchgestanden“, sagte Lucha. Die möglichen künftigen Ampel-Regierungspartner im Bund, SPD, Grüne und FDP wollen über eine Impfpflicht etwa für Beschäftigte in Pflegeheimen sprechen.


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