Corona-Weihnachten in der Seelsorgeeinheit Forbach

Forbach/Weisenbach (mm) –Sechs Kirchen, vier Pfarreien, eine Einheit: So sieht sich die Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach. Deren Leiter ist Pfarrer Thomas Holler.

160 Gottesdienstbesucher dürfen wegen der Coronavorschriften in die Kirche Sankt Johannes in Forbach. Foto: Markus Mack/Archiv

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160 Gottesdienstbesucher dürfen wegen der Coronavorschriften in die Kirche Sankt Johannes in Forbach. Foto: Markus Mack/Archiv

Er macht sich mit dem Pfarrgemeinderat Gedanken, wie in den Kirchen in der Seelsorgeeinheit zu Zeiten von Corona Weihnachten gefeiert werden kann. Personelle Unterstützung und der Platz in den Kirchen seien die Hauptprobleme, die es zu lösen gelte.
Ob Professor John Kiggundu aus Uganda wie in den zurückliegenden Jahren zu seiner Unterstützung kommen kann, sei äußert ungewiss. Zwar gebe es Lockerungen, was die Ausreisemöglichkeiten aus dem afrikanischen Land betrifft, aber ob der bei den Murgtäler Gläubigen beliebte Geistliche kommen kann oder wird, sei völlig offen.

Hoffnung hat Pfarrer Holler auf die Unterstützung durch Stanley James. Mehrfach hat ihn der aus Indien stammende Geistliche vertreten, so auch Anfang November, als Holler zu Exerzitien im Kloster Wechselburg bei Chemnitz war. Pater James könnte wieder aus Leuven in Belgien anreisen. Dort ist er an der katholischen Universität mit seiner Doktorarbeit beschäftigt. „Stanley James kennt sich in unserer Seelsorgeeinheit mittlerweile gut aus“, erläutert Holler.

Platz in Kirchen eingeschränkt

Doch nicht nur die personelle Versorgung beschäftigt den Geistlichen. Wegen der Corona-Pandemie sind die Platzkapazitäten in den Kirchen deutlich eingeschränkt. Rund 1.000 Besucher seien es bei den Christmetten 2019 insgesamt gewesen, blickt er zurück. Wegen der Abstandsregeln dürfen in diesem Jahr weitaus weniger Besucher in die Kirchen. In Forbach ist Platz für 160, in Weisenbach für 170, in Bermersbach für knapp 60 und in Langenbrand für rund 80 Messebesucher, erläutert Pfarrer Holler. Das vorhandene Platzangebot werde nicht ganz reichen, vermutet er, obwohl nach seiner Einschätzung wahrscheinlich weniger Gläubige zu den Christmetten kommen werden. Für die Daheimgebliebenen seien Livestreams geplant, um die Messen via Internet verfolgen zu können. Und für Familien denke man im Pfarrgemeinderat über zusätzliche Angebote an Heiligabend nach. Es sei erforderlich, mehr Gottesdienste anzubieten und die Besucherströme zu lenken: „Lieber viele kleine Angebote als ein großes“, wünscht sich Holler. Dazu wäre Unterstützung sehr hilfreich.

Der Pfarrgemeinderat denke noch darüber nach, welche Regeln für Weihnachten zu treffen sein werden. „Es wäre schlimm, an den Kirchentüren jemanden zurückschicken zu müssen und im Weihnachtsgottesdienst zu hören, dass Maria und Josef an den Herbergen abgewiesen wurden.

Ordensfrauen warten weiter auf Einreise

Offen ist derzeit auch, wann die indischen Ordensfrauen aus Chennai ins Murgtal kommen können. Die Schwestern Gloria, Jacqueline und Shaiji hätten bereits im Sommer kommen sollen, um in der Seelsorgeeinheit mitzuarbeiten.

Die erforderlichen Dokumente seien zugeschickt, die Arbeitsplätze der drei Ordensfrauen bestätigt. Sie sollen in das umgebaute ehemalige Pfarrhaus in Bermersbach einziehen. Wegen der Corona-Pandemie sei der Einreisetermin allerdings wieder völlig offen. Die drei Ordensschwestern sitzen „auf gepackten Koffern“, erzählt Holler. „Schön wäre es, wenn sie im Januar ins Murgtal kommen könnten.“


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