Corona: Zwei weitere Todesfälle im Kreis Rastatt

Baden-Baden (BT) – Im Landkreis Rastatt sind zwei weitere Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Zudem liegen 406 Covid-Patienten auf Intensivstationen im Land. Nun kommt wohl die Alarmstufe.

Im Landkreis Rastatt gab es von Sonntag auf Montag zwei weitere Todesfälle. Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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Im Landkreis Rastatt gab es von Sonntag auf Montag zwei weitere Todesfälle. Symbolfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg hat sich von Sonntag auf Montag (Stand: 16 Uhr) laut Landesgesundheitsamt um 3.323 auf insgesamt 710.310 erhöht. Die Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Patienten stieg um 45 auf 11.298. Im Landkreis Rastatt wurden 12 Neuinfektionen registriert, im Stadtkreis Baden-Baden 8. Im Landkreis Rastatt gab es zwei weitere Todesfälle. Der R-Wert lag in Baden-Württemberg bei 1,11. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt landesweit 377,0, im Kreis Rastatt 391,7 und in Baden-Baden 326,4. Landesweit gelten 622.948 Menschen als genesen (plus 1.556). Laut Divi-Intensivregister sind 17,9 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 406 werden dort behandelt, 27 mehr als am Vortag. In sieben Tagen kamen pro 100.000 Einwohner 5,1 Patienten wegen einer Corona-Infektion in ein Krankenhaus (Hospitalisierungsinzidenz).

2G-Regeln wohl ab Mittwoch

Mit 406 Covid-Patienten auf baden-württembergischen Intensivstationen wurde am Montag der kritische Wert von 390 überschritten. Ist das zwei Werktage hintereinander der Fall, tritt die Alarmstufe am Folgetag in Kraft. Deshalb werden ungeimpfte Menschen in Baden-Württemberg vermutlich ab Mittwoch von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen. Man gehe davon aus, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen sowohl am Montag als auch am Dienstag den kritischen Wert von 390 überschreite, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mit. Es sei auch unwahrscheinlich, dass die Zahl jetzt noch mal sinke, da die oftmals jüngeren Patienten auf den Intensivstationen nun deutlich länger dort behandelt werden müssten.

Mit einem zweifachen Überschreiten der Marke würde die sogenannte Corona-Alarmstufe ausgerufen - und ab Mittwoch würden damit deutlich schärfere Regeln gelten. Die Corona-Verordnung sieht in diesem Fall landesweit die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, bei Ausstellungen sowie bei den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen vor. Wer ungeimpft ist und nur einen Test vorweisen kann, bleibt dann auch im Kino, im Schwimmbad oder im Fitnessstudio, in Volkshochschulkursen und Musikschulen außen vor. Schulkinder müssen in der Klasse wieder Maske tragen.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, etwa für öffentliche Verkehrsmittel und Religionsveranstaltungen. Auch im Einzelhandel gilt in der Alarmstufe 3G ohne PCR-Test-Pflicht. Ausgenommen sind zudem Geschäfte der Grundversorgung wie Supermärkte sowie Märkte im Freien und Abhol- und Lieferangebote. Die schärferen Regeln gelten auch nicht für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre werden nicht mitgezählt.

Das baden-württembergische Stufensystem hängt ab von der Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen und der sogenannten Hospitalisierungsinzidenz, die die Zahl jener Menschen angibt, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Bislang galt im Südwesten die sogenannte Corona-Warnstufe, die für viele Ungeimpfte bereits zahlreiche Beschränkungen mit sich brachte.

Damit die verschärften Corona-Maßnahmen außer Kraft treten, müssen die Schwellenwerte an fünf Werktagen in Folge unterschritten werden.

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Erstellt:
15. November 2021, 17:39 Uhr
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