Corona begründet neue Tradition in Neusatz

Bühl (mf) – Auf den „Brotkuchenverkauf“ „to go“ im vergangenen Jahr folgte jetzt der Verkauf und Verzehr „vor Ort“: Die Niesatzer Hurzle landen mit ihrem neu begründeten Angebot einen Erfolg.

Das Team der Niesatzer Hurzle bereitet sich auf die Gäste der „Brotkuchenverkaufsaktion“ vor. Das Angebot wird gern angenommen.  Foto: Martina Fuß

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Das Team der Niesatzer Hurzle bereitet sich auf die Gäste der „Brotkuchenverkaufsaktion“ vor. Das Angebot wird gern angenommen. Foto: Martina Fuß

Narren sind ja gesellige Menschen, die es lieben, gemeinsam fröhlich zu feiern. Was aber tun in Pandemiezeiten? Die Niesatzer Hurzle haben im Corona-Jahr 2020 kurzerhand eine neue Tradition begründet. Sie organisierten einen „Brotkuchenverkauf“. Nachdem dieser bei der Bevölkerung so gut ankam, wurde die Veranstaltung jetzt wiederholt.
Am frühen Samstagabend wurde im Neusatzer Schulhof der Holzofen angeworfen und leckeres Brot nach altem Rezept gebacken. Im schön gelegenen Karree zwischen Schule und Wasserschloss hatten die Hurzle Tische, Bänke, Tresen und eben den Holzofen aufgebaut. „Das Rezept ist alt, früher war das ein Reste-Essen“, erklärt Elferrat-Mitglied Carmen Bäuerle, die seit 34 Jahren dem Neusatzer Narrenverein angehört. Gründungsmitglieder erinnerten sich an das Rezept und so wuchs im vergangenen Jahr die Idee, während des Corona-Stillstandes mit dem Brotkuchenverkauf wenigstens eine Aktion zu starten. Im Schulhof wurde damals ein „Drive-in“ eingerichtet, wo man das Brot für ein gemütliches Vesper zuhause abholen konnte. Und wer das Haus nicht verlassen wollte, für den gab es sogar einen Lieferservice. Dieses Jahr waren die Gäste eingeladen, im Schulhof Platz zu nehmen.

Aktion soll wiederholt werden

Während das Team am frühen Samstagabend Getränke vorbereitete, Tische und Bänke aufstellte, stand erster Vorsitzender Stefan Gauss am Holzofen und machte die ersten Versuchsbrote, die schon ganz gut gelangen. 45 Kilogramm Brotteig hatte die Bäckerei Franz Gartner aus Lauf geliefert, säuberlich abgepackt in 200-Gramm-Paketen. Die Teiglinge wurden belegt mit Schmand, Speck und Kümmel oder in der süßen Variante mit Äpfel und Zimt und anschließend im Ofen kross gebacken. Das Angebot wurde an diesem schönen Sommerabend auch gerne angenommen. Bis auf wenige Teiglinge wurden die leckeren Brote an Ort und Stelle verspeist oder aber mit nach Hause genommen.

„Für uns war und ist es einfach wichtig, in der Bevölkerung präsent zu sein“, erklärte Carmen Bäuerle. „Wir sind sehr aktiv im Familien-, Kinder- und Jugendbereich und wir wollen mit unseren 120 aktiven Mitglieder im Kontakt bleiben. Außerdem müssen wir auch für Einnahmen sorgen, denn unsre Häs sind wertvoll und nicht ganz billig in der Anschaffung.“

Nachdem die Aktion auch dieses Jahr erfolgreich war, plant die Narrengemeinschaft, den Brotkuchenverkauf als gesellige Veranstaltung auf jeden Fall beizubehalten und auch 2022 wieder anzubieten.

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Erstellt:
16. August 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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