Corona im Alltag von Senioren präsent

Forbach (mm) – Corona beeinträchtigt weiter das Zusammenleben. Bei ihrer täglichen Arbeit werden die Mitarbeiterinnen der katholischen Sozialstation Forbach-Weisenbach damit konfrontiert.

Nicole Bregulla koordiniert bei der Sozialstation Forbach-Weisenbach das „Begleitete Wohnen zu Hause. Foto: privat

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Nicole Bregulla koordiniert bei der Sozialstation Forbach-Weisenbach das „Begleitete Wohnen zu Hause. Foto: privat

„Die Corona-Situation ist im Lebensalltag der Senioren präsent“, sagt Sabine Reichl, Geschäftsführerin und Pflegedienstleiterin der Sozialstation. Frische Impulse soll das Angebot „Betreutes Wohnen zu Hause“ durch die neue Mitarbeiterin Nicole Bregulla erhalten.

Die Betreuung der Senioren funktioniere gut, erläutert Reichl. 98 Prozent der Mitarbeiter seien geimpft, die Ungeimpften nicht im Kundenbereich tätig. Durch die bestehenden Hygienekonzepte gebe es keine Einschränkungen. Die Mitarbeiter seien es gewohnt, mit der Bedrohung durch Viren und Krankheitskeime umzugehen. Sie werden dafür regelmäßig geschult.

Tagespflege empfängt Gäste

Die Tagespflege im ehemaligen Forbacher Krankenhaus ist in Betrieb. Dort gibt es eine Einschränkung: Ein Frühstücksbuffet wird derzeit nicht angeboten. Die Gäste bekommen ihr gewünschtes Frühstück gebracht. Die Belegung ist zufriedenstellend, erzählt Reichl. Noch seien Plätze frei, ein Schnuppertag ist kostenlos. Und: der weitaus größte Teil der bisherigen „Schnupperer“ komme mittlerweile in die Tagespflege.

Einen deutlichen Anstieg gibt es beim Angebot „Essen auf Rädern“. Dies wird für die gesamte Gemeinde Forbach mit allen Ortsteilen sowie Weisenbach mit seinen Ortsteilen angeboten. Das Mittagessen könne flexibel bestellt werden, der Mehraufwand sei kein Problem für die Sozialstation. Für manche alleinstehenden älteren Bürger sei der Besuch der Mitarbeiter, die das Essen bringen, der Höhepunkt des Tages, weiß Reichl. Dies werde ihr immer wieder bestätigt. Ein liebes Wort sei ganz wichtig, nicht nur zu Corona-Zeiten. Soziale Kontakte sind „ein hohes Gut für das menschliche Miteinander“, die es nicht zu vernachlässigen gelte.

Begleitetes Wohnen im „Dornröschenschlaf“

Im „Dornröschenschlaf“ sei derzeit das „Begleitete Wohnen zu Hause“ (BWzH). Viele Menschen wünschen sich, in der gewohnten Umgebung alt zu werden. Für dieses Angebot ist Nicole Bregulla neue Mitarbeiterin bei der Sozialstation. Sie soll die Angebote und die Bedarfe der Senioren koordinieren. Die Anfragen nach Unterstützung zögen wieder an, berichtet Reichl.

Die reicht von Hilfen beim Schriftverkehr mit Ämtern und Behörden bis zum Einkauf oder Begleitdiensten zu Ärzten. Aufgrund der Corona-Pandemie hätten bisher tätige Helfer von Einsätzen Abstand genommen, erzählt Reichl. Neue Unterstützer sollen gewonnen werden, diese würden auf ihre Aufgaben entsprechend vorbereitet.

Beteiligt am Konzept „Begleitetes Wohnen zu Hause“ sind die Kirchengemeinden, der Landkreis, die Kommunen Weisenbach und Forbach, die Seniorenvereinigungen sowie die Sozialstation. Im Verbund mit den Kooperationspartnern könne individuelle Hilfe geleistet werden.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
14. September 2021, 13:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

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