Coronainfektionen: Fallzahlen steigen

Berlin/Stuttgart (red/dpa) - Die Zahl der Coronainfektionen ist in Deutschland bis zum Mittwochmittag auf 240 gestiegen. Baden-Württemberg meldete 44 erkrankte Personen. Die Bundesregierung verbot derweil den Export von Schutzmasken und -anzügen.

Dürfen von nun an nicht mehr exportiert werden: Atemschutzmasken. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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Dürfen von nun an nicht mehr exportiert werden: Atemschutzmasken. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Zahl der gemeldeten Coronainfektionen in Deutschland ist bis Mittwochmittag auf 240 gestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Inzwischen waren bis auf Sachsen-Anhalt alle Bundesländer betroffen, aber in unterschiedlichem Ausmaß. In Baden-Württemberg waren bis zum späten Vormittag 44 Fälle registriert worden. Schwerpunkt des Geschehens ist Nordrhein-Westfalen, wo mit 111 nahezu die Hälfte der gemeldeten Fälle auftrat. Auch Bayern mit 48 und Baden-Württemberg waren stärker betroffen. Länder wie Thüringen, Sachsen und das Saarland meldeten hingegen bislang einen Fall.

Das neuartige Virus breitet sich derzeit weltweit aus. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will am Mittwoch im Bundestag eine Regierungserklärung zur Ausbreitung abgeben und mit seinen Länderkollegen beraten.

Am Vormittag untersagte die Bundesregierung nach ersten Meldungen, dass Atemschutzmasken ins Ausland exportiert werden dürfen. Ein entsprechendes Verbot wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht, wie der Krisenstab aus Gesundheits- und Innenministerium mitteilte. Betroffen davon sind etwa auch Handschuhe und Schutzanzüge.

Zum Thema: Absagen und Auflagen

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Erstellt:
4. März 2020, 11:32 Uhr
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