DFB-Pokal: KSC gastiert bei Sportfreunde Lotte

Karlsruhe (rap) – Das Ziel ist klar: Der Karlsruher SC ist am Montagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten Lotte zu Gast – und möchte eine böse Pokal-Überraschung vermeiden.

Wird wohl den erkrankten Linksverteidiger Philip Heise gegen Lotte ersetzen: Marco Thiede (links). Foto: Helge Prang/GES

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Wird wohl den erkrankten Linksverteidiger Philip Heise gegen Lotte ersetzen: Marco Thiede (links). Foto: Helge Prang/GES

Zumindest Monja Eichner kann sich am Dienstagmorgen schon mal auf was Zählbares freuen. „Ich habe meiner Frau gesagt, dass ich Brötchen mitbringe, wenn wir aus Lotte zurückkehren“, erklärte Christian Eichner am Sonntagmittag vor dem DFB-Pokalspiel des Karlsruher SC in der ersten Runde am Montag beim Regionalligisten Sportfreunde Lotte (18.30 Uhr).

Das alleine dürfte dem KSC-Trainer als Mitbringsel aus Westfalen aber nicht genügen. Vielmehr habe seine Mannschaft den „klaren Auftrag, unsere Kugel wieder in den Topf zu legen“. Sprich, in die zweite Pokalrunde einzuziehen. Dies würde auch knapp 250.000 Euro in die stets klamme KSC-Kasse spülen, denn finanziell müssen die Badener beinahe schon traditionell kleine Brötchen backen.

Doch der 38-Jährige und seine Truppe dürften beim Blick auf die bisherigen Pokalergebnisse der Konkurrenz gewarnt sein. Erstligist Greuther Fürth blamierte sich beim Regionalligisten SV Babelsberg, Aufsteiger VfL Bochum zitterte sich gegen den Wuppertaler SV (Regionalliga) in die nächste Runde. „Die bisherigen Ergebnisse haben gezeigt, dass es für die höherklassigen Mannschaften am Ende nicht so einfach ist“, sagte Eichner. Schließlich sei der Pokal „eines der Highlights der Saison“ für die Underdogs, die mit „Herz und Mentalität überraschen wollen“.

Daher dürfte die Devise für KSC-Kapitän Jerôme Gondorf und Co. lauten: Volle Lotte gegen Lotte! „Meine Mannschaft ist zu keiner Zeit in der Lage, eine Mannschaft zu unterschätzen“, sagte Eichner, „sie wird mit dem maximalen Respekt dem Gegner gegenübertreten, logischerweise aber auch mit dem maximalen Auftrag, den KSC in die zweite Runde zu bringen.“

Selbstvertrauen im Gepäck

Zumal die Blau-Weißen als Spitzenreiter der zweiten Liga (zwei Spiele, sechs Punkte) mit ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck gen Westfalen reisen. Um beim Regionalligisten keine böse Pokal-Überraschung zu erleben, sollen laut Eichner auch am Lotter Kreuz die KSC-Attribute zum Tragen kommen, die seine Jungs im deutschen Fußball-Unterhaus starkmachen: Leidenschaft, Zweikampfstärke, gutes Passspiel. Außerdem fordert Eichner von seiner Truppe gegen Lotte, „die Räume gut zu bespielen, Entschlossenheit im Abschluss und Klarheit im letzten Drittel“. Sollte sich das aber gegen einen tief stehenden Gegner, der laut dem KSC-Coach über ein „sehr gutes Umschaltspiel“ verfügt, schwierig gestalten, ist auch eine absolute Schokoladenseite der Badener gefragt: die Standardstärke. „Das kann gerade im Pokal ein Brustlöser sein“, erklärte Eichner, denn „mit Zirkus Krone werden wir dort nicht durchmarschieren“.

Marschieren wird wohl am Montag auch wieder Marco Thiede – und zwar die linke Flanke entlang. Denn der 29-Jährige, der kurz vor dem Saisonstart von einer Gehirnerschütterung ausgebremst wurde, ist wieder topfit und dürfte den etatmäßigen Linksverteidiger Philip Heise vertreten, der mit einem Magen-Darm-Infekt flachliegt. „Den klassischen linken Back-up haben wir seit dem Weggang von Dirk Carlson nicht mehr. Es ist wichtig, dass Marco wieder da ist“, sagte „Eiche“. Ansonsten sind – bis auf Leon Jensen (Kreuzbandriss) – alle Mann an Bord. Also auch Toptorjäger Philipp Hofmann, der beim 3:0-Sieg gegen Darmstadt mit einer Mischung aus Krampf und Zerrung ausgewechselt werden musste, und Torhüter Marius Gersbeck. „Die müssen wir fürs Lotte-Spiel nicht zusammentackern, die sind bereits wieder zu 100 Prozent fit“, sagte Eichner. Beste Voraussetzungen also, um keine böse Pokal-Überraschung zu erleben.

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
8. August 2021, 22:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 37sec

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