DFB-Pokal: KSC gewinnt 4:1 in Lotte

Lotte (rap) – Fußball-Zweitligist Karlsruher SC steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Am Montagabend siegte die Elf von Trainer Christian Eichner souverän mit 4:1 beim Regionalligisten aus Lotte.

Wieder mal zur Stelle: Philipp Hofmann (am Ball) trifft zum 2:0 für den KSC. Foto: David Inderlied/dpa

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Wieder mal zur Stelle: Philipp Hofmann (am Ball) trifft zum 2:0 für den KSC. Foto: David Inderlied/dpa

Pflichtaufgabe gelöst, in der ersten Halbzeit aber große Mühe mit einem engagierten Underdog gehabt: Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat am Montagabend in der ersten Runde im DFB-Pokal beim Regionalligisten Sportfreunde Lotte dank einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt letztlich souverän mit 4:1 gewonnen.

Besonders die Neuzugänge machten auf sich aufmerksam: Fabian Schleusener, Fabio Kaufmann und Lucas Cueto erzielten ihre ersten Treffer für den KSC. Natürlich trug sich auch Goalgetter Philipp Hofmann in die Torschützenliste ein, der das zwischenzeitliche 2:0 markiert hatte.

Im Vergleich zum erfolgreichen 3:0-Heimauftakt in der zweiten Liga gegen Darmstadt 98 nahm KSC-Trainer Christian Eichner drei Änderungen in seiner Startformation vor: Marco Thiede rückte für den erkrankten Philip Heise (Magen-Darm) auf die Linksverteidigerposition, zudem besetzte „Eiche“ seine Flügel neu. Statt Dominik Kother und Cueto durften zunächst Kaufmann und Schleusener ran.

Kein Tempo, keine Tiefe im KSC-Spiel

Letzterer hatte in Minute 15 auch die erste (zumindest) Halbchance. Doch nach einer Flanke von Sebastian Jung war der Rückkehrer zu überrascht, dass der Ball bis zu ihm durchrutschte. Der Regionalligist aus Westfalen igelte sich aber keineswegs ein, sondern setzte bereits in der ersten Viertelstunde gezielte Nadelstiche. So zögerte Lotte-Stürmer Exauce Andzouana aus aussichtsreicher Position aber zu lange, Thiede klärte in höchster Not.

Besonders im Passspiel agierten die Badener äußerst fahrig und ungenau. Dadurch fehlte jegliches Tempo und Tiefe im Angriffsspiel, die Sportfreunde hatten somit wenig Mühe, die Eichner-Elf vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Lotte-Keeper Jhonny Peitzmeier musste in der ersten halben Stunde überhaupt nicht eingreifen. Selbst als der Regionalligist mehrere Minuten in Unterzahl spielte – Luis Allmeroth wurde außerhalb des Platzes verarztet –, konnte der KSC kein Kapital daraus schlagen.

In Minute 31 stand Peitzmeier dann im Mittelpunkt – und wie. Ein Zuspiel von der linken Seite landete mit etwas Glück bei Kaufmann, der sich durchwurschtelte und aus wenigen Metern den Sportfreunde-Torhüter prüfte, dieser aber reaktionsschnell zur Ecke klärte. Einzig Rechtsverteidiger Sebastian Jung versprühte etwas Offensivdrang, seine Flanke köpfte Torjäger Philipp Hofmann aber über die Latte (40.).

Kaufmann sorgt für die Vorentscheidung

Genauer zielte Schleusener vier Minuten später, jedoch hatte der KSC bei der 1:0-Führung gehörig Glück. Denn beim Duell mit Lotte-Linksverteidiger Cinar Sansar nahm Kaufmann seinen Arm zu Hilfe und verschaffte sich eher regelwidrig Platz. Doch Schiedsrichterin Riem Hussein ließ weiterlaufen, der Neuzugang aus Braunschweig fand in der Mitte Schleusener, der per Drehschuss aus wenigen Metern Peitzmeier keine Chance ließ. Für Schleusener war es das erste Pflichtspieltor nach seiner Rückkehr aus Nürnberg.

Und der KSC legte nach der Pause direkt nach: Marvin Wanitzek zirkelte einen Eckball auf den Kopf von Hofmann, der aus kürzester Distanz und dank freundlicher Mithilfe von Peitzmeier, der am Ball vorbeisegelte, einnickte (49.). Der Widerstand der Westfalen war gebrochen. Erst verpasste Hofmann noch seinen Doppelpack (55.), als er den Ball aus wenigen Metern nicht ins Tor stochern konnte, dann machte Kaufmann nach Jung-Vorlage per Direktabnahme mit seinem Premierentor ins lange Eck mit dem 3:0 alles klar (58.).

In Minute 67 durfte sich auch KSC-Keeper Marius Gersbeck beweisen. Einen Freistoß aus 35 Metern von Emre Aydinel lenkte er über den Querbalken. Konnte Gersbeck den ersten Warnschuss der Lotter in Hälfte zwei noch entschärfen, war der 26-Jährige beim zweiten machtlos: Timo Bauer kam kurz hinter der Strafraumkante an den Ball und setzte ihn gekonnt ins lange Eck (72.).

Wer nun mit einer spannenden Schlussphase rechnete, sah sich getäuscht. Denn der Premierenball am Lotter Kreuz ging weiter: Nach Lorenz-Einwurf verlängerte Hofmann den Ball Richtung zweiten Pfosten, von Allmeroth prallte der Ball vor die Füße des eingewechselten Cueto, der aus wenigen Metern zum 4:1 einschob. Für den Neuzugang von Viktoria Köln war es ebenfalls der erste Treffer im KSC-Dress – und der 25-Jährige machte somit den Premierenball am Lotter Kreuz endgültig perfekt.

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
9. August 2021, 21:26 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 59sec

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