DJK Au am Rhein stellt Clubhaus-Pläne vor

Au am Rhein (HH) – 950 000 Euro soll das neue Clubhaus der DJK Au am Rhein kosten. Die Finanzierung ist bereits gesichert, doch Verträge hinsichtlich des Baugeländes gestalten sich kompliziert.

Bauherrschaften: Mitglieder der DJK informieren sich bei der jüngsten Jahreshauptversammlung über die Pläne und den Sachstand ihres Neubauvorhabens.  Foto: Helmut Heck

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Bauherrschaften: Mitglieder der DJK informieren sich bei der jüngsten Jahreshauptversammlung über die Pläne und den Sachstand ihres Neubauvorhabens. Foto: Helmut Heck

Mit dem Bau des neuen Gebäudes, das sich die DJK Au am Rhein neben der Skateranlage beim Blaisen errichten will – das alte Clubhaus war gegen eine Entschädigung der Dammsanierung geopfert worden – hängen noch etliche andere Dinge zusammen.

So ist die DJK inzwischen dem Badischen Behindertensportverband (BBSV) beigetreten; dafür gab laut Vorstand Jürgen Reichert der Neubau des Vereinsheims mit über 300 Quadratmeter großer Gymnastikhalle den Ausschlag. Die barrierefrei erreichbaren Räume sehe man als Möglichkeit an, das Spektrum der Trainingsangebote zu erweitern. Der BBSV habe geraten, „perspektivisch“ Reha-Sport ins Programm aufzunehmen, lenkt Reichert den Blick auf ältere Menschen, die sich trotz Einschränkungen bewegen wollen. Die Bereitschaft, sich in diese Richtung zu öffnen, sei „nicht unwesentlich“ gewesen, um einen Zuschuss für den Aufzug zu bekommen, der in der künftigen Sportstätte eingebaut werde.

Aktionen für die Finanzierung

Für die generelle Förderung des Bauvorhabens durch den Badischen Sportbund liege die Genehmigung in „vorläufiger Form“ vor. Dank der Zuschusszusagen und einer Darlehensvereinbarung über 280.000 Euro sei die Finanzierung des Projekts, das einen Kostenrahmen von 950.000 Euro habe, gesichert.

Mit einer Bausteinaktion soll um breite Unterstützung geworben werden, ab 50 Euro gibt es ein Stück Holz aus dem alten Clubhaus. Eine andere Idee sind zehnjährige Darlehensspenden. Das Faltblatt mit allen Infos ist fertig, sobald der Termin des Spatenstichs steht, soll die Aktion starten.

Sorgen machen derweil die Preise für das Holz, aus dem das Gebäude hauptsächlich bestehen soll. Momentan suche man nach Einsparpotenzialen. Der Baubeginn werde nicht vor September möglich sein, so Reichert. Der Bauantrag sei schon lange gestellt, aber noch nicht genehmigt.

Verärgerungen über Gemeinderat

Nicht verborgen blieb zuletzt bei der Jahreshauptversammlung eine gewisse Verärgerung über die Verhandlungen, die mit dem Gemeinderat über das Baugelände geführt werden mussten. Reichert und sein DJK-Vorstandskollege Thomas Schark gehören zwar selbst dem Kommunalgremium an, waren aber in dieser Sache befangen. Der Antrag des Vereins, die Fläche am Blaisen kostenfrei als Ausgleich für den aufgegebenen Standort am Damm zu bekommen, sei im Gemeinderat ebenso abgelehnt worden wie das Angebot, 5.000 Euro zu bezahlen. Der Vertrag nach dem Erbbaurecht, mit dem nun die Überlassung des Grundstücks geregelt werde, gestalte sich „extrem kompliziert“, berichtet Reichert. Der Grund liegt in der Kombination des DJK-Objekts mit dem künftigen Jugendhaus der Gemeinde.

Auf die benachbarten Häuser des Angelsport- und des Kleintierzuchtvereins greift eine weit gediehene Überlegung zur Stromversorgung über. In der Versammlung wurde bekannt, dass mit der Bürgerenergiegenossenschaft Durmersheim auf dem Dach des Neubaus eine Fotovoltaikanlage geplant wird, die auch die Nachbarvereine mit Strom versorgt. Die Gemeinde sei ebenfalls dafür, wie Bürgermeisterin Veronika Laukart jüngst bei der Jahreshauptversammlung des Vereins bestätigte. Nebenbei macht sich die DJK-Führung noch über etwas anderes Gedanken: 2025 wird das 100-jährige Bestehen gefeiert.


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