DRK-Kleiderkammer will wieder öffnen

Gaggenau (cv) – Am 14. September wird die Kleiderkammer des DRK-Ortsvereins Gaggenau wieder eröffnet. Aufgrund der Corona-Pandemie war das gut frequentierte Angebot am 11. März geschlossen worden.

Bei der Abgabe und beim Aussuchen von Kleidung gelten eine Reihe von Sicherheitsregeln. Foto: Christiane Vugrin

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Bei der Abgabe und beim Aussuchen von Kleidung gelten eine Reihe von Sicherheitsregeln. Foto: Christiane Vugrin

Somit kann dann zweimal pro Woche (montags 18 bis 19 Uhr und mittwochs 10 bis 12 Uhr) gebrauchte Kleidung abgegeben werden. Der erste Ausgabetermin, der wie bisher im 14-tägigen Rhythmus stattfindet, ist der 26. September, 9 bis 12 Uhr.

Die Beliebtheit der Kleiderkammer beweisen tägliche telefonische Nachfragen und E-Mails, in denen die Hoffnung auf baldige Öffnung zum Ausdruck kommt. Ein gut durchdachtes Hygieneschutzkonzept, von den Verantwortlichen der Sozialarbeit mit Hildegard Rieger, Ilka Robl und Bettina May sowie Schatzmeisterin Sabine Neuendorf und Vorsitzendem Horst Neuendorf erarbeitet, ermöglicht nun eine Wiederaufnahme.

„Der Schutz der Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie der Schutz der ehrenamtlichen Helfer des Bevölkerungsschutzes haben oberste Priorität während der Öffnung der Kleiderkammer“, verweist Neuendorf auf die Relevanz dieser Menschen bei einem eventuellen Katastrophenfall. Zudem seien auch die „Kunden“ der Kleiderkammer zu schützen. Daher müssten einige neue Regeln eingehalten werden.

Maskenpflicht: Wird das Gebäude betreten, sind die Hände zu desinfizieren, die eigene Maske wird abgelegt, und die DRK-Mitarbeiter geben einen Mund-Nasen-Schutz aus. Das Tragen von privaten Mund-Nasen-Masken ist weder Mitarbeitern, noch den Kunden bei der Annahme und Ausgabe gestattet. Auf eine ausreichende Belüftung in der Räumlichkeit wird geachtet.

Kinder müssen draußen bleiben: Bei der Annahme und auch der Ausgabe von Kleidung ist der Aufenthalt von Kindern bis zu 14 Jahren nicht gestattet.

Terminvereinbarung: Einfach vorbei kommen ist nicht möglich. Wer Kleidung abgeben oder abholen möchte, muss zuvor telefonisch einen Termin vereinbaren. Dies ist ab 7. September von Montag bis Donnerstag von 10 bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 18 bis 19 Uhr unter % (0 72 25) 20 35 möglich.

Abstand halten: Bei der Annahme von Kleidung sind die Personen angehalten, während des Wartens vor dem Haupteingang des Rettungszentrums einen Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Hilfslinien auf dem Boden geben hierzu Orientierung.

Nur einzeln betreten

Zutrittsbegrenzung bei der Abgabe: Der Sortierraum darf nur einzeln betreten werden. Die Kleiderspenden sind in Säcke oder Kartons zu verpacken. Für jeden Termin werden 15 Minuten eingeplant. „Wir nehmen nur noch zwei bis drei Säcke oder Kartons an, bei größeren Mengen wird entweder ein längerer Termin vereinbart oder wir kommen zur Abholung vor Ort“, erklärt Neuendorf.

Zutrittsbegrenzung beim Abholen: Die gleichen Regeln gelten auch für den, der Kleidung abholen möchte. Aufgrund der Größe der Kleiderkammer ist die Personenzahl auf maximal drei „Kunden“ beschränkt. Die Registrierung der „Kunden“ findet im Vorraum der Kleiderkammer statt. Jeder darf sich an der kostenlosen Kleidung bedienen. Es gibt keine Einschränkung, was den Personenkreis betrifft.

Unbrauchbares wird abgelehnt: „Wir werden alle Kleiderspenden durchschauen und gegebenenfalls Waren zurückgeben“, spricht Neuendorf das bekannte Problem der „Müllspenden“ an. Kleidungsstücke, die man nach dem Waschen selbst nicht mehr anziehen würde, gehören in die graue Tonne, sind sich die Verantwortlichen einig. Aus ihrer Erfahrung heraus können die ehrenamtlichen Helfer manchmal nur mit dem Kopfschütteln, was teilweise als Spende abgegeben wird. Auch das unerlaubte Abstellen der Ware vor dem Rettungszentrum in Gaggenau soll dringend unterlassen werden. „Bei weiteren Verstößen werden wir Möglichkeiten der Videoüberwachung und eventuelle strafrechtliche Konsequenzen prüfen“, kündigt der Vorsitzende energisch an.

Spenden sind willkommen: Durch das Wegfallen von Angeboten des DRK, wie beispielsweise den Sanitätswachdiensten, verzeichnet der Ortsverein finanzielle Einbußen. Dem gegenüber stehen erhöhte Ausgaben aufgrund der Schutzmaßnahmen.

„Im Moment haben wir hierfür 1 500 Euro aus dem normalen Haushalt für den ganzen Ortsverein investiert“, erläutert Neuendorf und fügt hinzu, „Spenden werden gerne gesehen“. Auch bei der Kleiderkammer steht ein großes Sparschwein, welches gefüttert werden darf.


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