Das Handy macht Urlaub

Baden-Baden (dk) – Es sind die kleinen Momentaufnahmen des Lebens: Kurioses, Schönes, Ärgerliches. „Lebensnah“ schreibt Daniela Körner von einem Urlaub ohne Handy.

Momentaufnahmen aus dem Alltag der BT-Redakteure sind unter der Rubrik „Lebensnah“ zu finden. Grafik: stock-adobe.com/Badisches Tagblatt

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Momentaufnahmen aus dem Alltag der BT-Redakteure sind unter der Rubrik „Lebensnah“ zu finden. Grafik: stock-adobe.com/Badisches Tagblatt

Rot-weiß karierte Schlüsselbändchen und winzige Schlafsäcke: Ein wenig erinnert es an eine Puppenstube. Gedacht sind die kleinen Bettchen aber keineswegs für kleine Figuren oder Stofftierchen, sondern für Handys. „Gönn Dir und Deinem Natel eine Auszeit“, steht unter den Schließfächern der Hütte in den Bergen.

Das Handy zwei Tage auslassen und wirklich mal im Hier und Jetzt sein? Das fällt mir schwerer als gedacht. Was, wenn mir jemand eine Nachricht schreibt und ich nicht binnen Minuten antworte? Was, wenn mich niemand erreicht? Und müsste ich nicht meinen Freunden und Bekannten mitteilen, wie schön es hier ist, wie gut ich es gerade habe? Vielleicht noch schnell ein Foto versenden vom deftigen Reisgericht mit dem prickelnden sauren Most, dem Heidelbeerkuchen – oder dem einmaligen Alpenpanorama, hinter dem gerade die Sonne untergeht?

Zimmer für jedes Handy. Foto: Körner

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Zimmer für jedes Handy. Foto: Körner

Ich verkneife es mir. Lasse das Smartphone zwei Tage lang ausgeschaltet, genieße das Pfeifen der Murmeltiere, die Wanderung (die mit einem Regenguss endet), das gemeinsame Essen – und bin ein wenig stolz, dass ich nicht nach dem WLan-Passwort gefragt habe.

Vor zwei Wochen schrieb Nina Ebersbach lebensnah über das Ausschlafen mit Kindern.

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Erstellt:
9. August 2020, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 35sec

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