Das „Ratsstübl“ steht vor Öffnung Mitte November

Rastatt (kos) – Vermutlich ab 16. November kann im „Ratsstübl“ wieder gespeist und getrunken werden: Marco Wittmann übernimmt als Pächter das Traditionslokal. Einen Außenbereich soll es auch geben.

Leitet neben der Schlossgaststätte nun auch das Traditionslokal im Stadtzentrum: Marco Wittmann. Foto: Konstantin Stoll

© Stoll

Leitet neben der Schlossgaststätte nun auch das Traditionslokal im Stadtzentrum: Marco Wittmann. Foto: Konstantin Stoll

Es kommt wieder Bewegung in die örtliche Gastronomie: Das seit Ende September geschlossene Traditionslokal „Ratsstübl“ soll planmäßig am Dienstag, 16. November, wieder öffnen, erklärt der neue Pächter Marco Wittmann. Eine „kleine Wohlfühloase“ im Herzen der Stadt hat er im Sinn. Eine Terrasse vor dem Rathaus soll es im Sommer auch geben.

„Es fehlt eine unkomplizierte Lösung“, findet Wittmann, der neben der Schlossgaststätte nun das „Ratsstübl“ übernimmt: Es herrsche aktuell ein Mangel an gemütlichen, urigen Anlaufstellen, die vom Mittagskaffee über einen geselligen Kneipenabend bis hin zu deftigen Speisen – mittags wie abends – alles anbieten könnten, stellt er mit Blick auf den Bereich um den Marktplatz fest. Diese Lücke will er nun füllen.

Unterstützung von der Stadt für die Außenterrasse

In voraussichtlich zwei Wochen stehen die Türen des Lokals – sofern nichts Außerplanmäßiges mehr passieren sollte – wieder offen: mit gewohnt „selbstgemachter regional-badischer Küche“, die zudem saisonal angepasst werden soll. „Ivo“, der stadtbekannte Ivelin Ivanov, langjähriger Mitarbeiter in der Schlossgaststätte, wird als Serviceleiter fungieren.

Eine bestimmte Zielgruppe hat Wittmann nicht im Sinn. Jeder sei willkommen, betont er, der so einen „Begegnungsort für alle“ schaffen will.

Das besondere Aushängeschild des Lokals soll vor allem in den Sommermonaten die geplante Außenterrasse auf dem Marktplatz bilden: An rund zehn Tischen will Wittmann dann auch dort Kunden idealerweise an sieben Tagen in der Woche bedienen. Unterstützung erhält er dafür von der Stadt, die sich laut Wittmann wieder mehr gastronomisches Leben im Stadtzentrum wünsche. Diese Möglichkeit habe ihm vor allem Torsten von Appen, städtischer Leiter für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung, eröffnet. In Designfragen bei den Tischen, Stühlen und Schirmen wollen er und die Stadt zusammenarbeiten. Wie die Gestaltung des Außenbereichs endgültig aussehen wird, solle gemeinsam mit der Stadt entschieden werden, erklärt Wittmann. Sowohl für das „Ratsstübl“ also auch die Stadt sei das eine „Win-win-Situation für alle“.

Nachfrage an Reservierung schon vor Öffnung sehr hoch

Trotz der vierten Pandemiewelle halten sich die Bedenken wegen möglicher Einschränkungen bei Wittmann in Grenzen: Das Risiko schätzt er als „sehr, sehr überschaubar“ ein. Die Nachfrage an Reservierungen sei bereits jetzt derart hoch, dass er sich schlicht nicht vorstellen könne, mit dem „Ratsstübl“ Verluste zu machen. Dafür hat er in eine komplett neue Küche investiert und den Innenraum des Lokals renoviert. Die Kosten liegen seiner Angabe nach im höheren fünfstelligen Bereich: „Es läppert sich“, wie er zusammenfasst. Dennoch ist er fest davon überzeugt, dass sich der Einsatz lohnen wird. Angesichts der in Baden-Württemberg seit Mittwoch geltenden Warnstufe will Wittmann unter Einhaltung der 2G-Regelung öffnen. Daran führe kein Weg vorbei, betont er.

Ihr Autor

BT-Volontär Konstantin Stoll

Zum Artikel

Erstellt:
4. November 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.