Das gute Leben und der Wein aus dem Rebland

Baden-Baden (BNN) – Die Weine aus dem Rebland werden in die Kurstadt-Werbung integriert. Das überarbeitete Marketing des Weinhauses am Mauerberg spricht direkt die Klientel in Baden-Baden an.

Wein und Lifestyle: Auf die spezielle Kundengruppe in Baden-Baden wird das Marketing des Weinhauses am Mauerberg in Neuweier ausgerichtet. Foto: pr/Affentaler Winzer

Wein und Lifestyle: Auf die spezielle Kundengruppe in Baden-Baden wird das Marketing des Weinhauses am Mauerberg in Neuweier ausgerichtet. Foto: pr/Affentaler Winzer

Die Weine aus dem Weinhaus am Mauerberg werden in die Kurstadt-Werbung „The good-good life“ integriert. Tourismus-Chefin Nora Waggershauser begrüßt die Initiative der Winzer, die Teil der Affentaler Winzer eG sind: „Zum guten Leben in Baden-Baden gehört eben unbedingt auch der gute Wein aus dem Rebland“, begrüßt sie die Initiative der Winzer vom Weinhaus in Neuweier. „Diese Weine aus dem Rebland werden damit speziell auf die Klientel in Baden-Baden ausgerichtet“, erklärt Ralf Schäfer, geschäftsführender Vorstand der Affentaler Winzer, zu der bekanntlich das Weinhaus am Mauerberg in Neuweier gehört.

Anlehnung an Flair der Weltkulturerbestadt

„Es gibt bei uns die beiden eigenständigen Marken. Und die sind nach wie vor völlig unabhängig und wenden sich auch an unterschiedliche Kundengruppen“, schildert Schäfer die Neuaufstellung, die nun schrittweise umgesetzt wird. Der Auftritt der beiden Marken Affentaler und Baden-Badener wurde jetzt grundlegend überarbeitet. „Er ist noch mehr auf die speziellen Kunden ausgerichtet, auch in der Bildsprache“, setzt Schäfer auseinander. „Die Botschaft der Fotos auf der neuen Website des Baden-Badener Weinhauses ist klar. Die Bilder haben wir selbst gemacht mit Laien-Models aus unseren Reihen. Die Strategie ist eben, den Flair der Weltkulturerbestadt Baden-Baden mit den Weinen des Reblandes zu verbinden“, beschreibt Schäfer die Zielrichtung.

Mit dem Slogan „The good-good life“ wirbt die Stadt Baden-Baden um Besucher. Foto: Sarah Reith/BT-av

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Mit dem Slogan „The good-good life“ wirbt die Stadt Baden-Baden um Besucher. Foto: Sarah Reith/BT-av

Vor allem im Corona-Sommer 2020 habe man extrem gespürt, wie es die Touristen nach dem Lockdown wieder nach draußen gezogen hat. Nach Baden-Baden und auch ins Rebland. „Die Leute waren froh, dass sie wieder raus konnten und sind auch zu uns gekommen in die Vinothek. Das ist der strategische Ansatz. Wir konzentrieren uns also auf den Direktvertrieb, die Gastronomie und eben die Region“, spricht Schäfer für die Marke Affentaler. Dagegen ziele die Marke Baden-Badener auf den Direktkunden und wird weniger auf den Lebensmitteleinzelhandel ausgerichtet.

„Das Bild ist auf der Terrasse vom Maison Messmer entstanden. Wir wollen die Verbindung von der Vinothek mit den Weinen aus dem Rebland und den Hotels intensivieren“, geht Schäfer auf die Bildsprache ein. Er nennt in diesem Zuge auch Kurhaus, Kongresshaus und Festspielhaus. „In diesem Zusammenhang spielt der Slogan ‚The good-good life‘ eine wesentliche Rolle als große Klammer bei der Neuausrichtung“, stellt Schäfer fest. Man befinde sich nun in einem fortlaufenden Prozess, den es zu befeuern gelte, auch durch den vermehrten Auftritt in Social Media.

Bei den Affentalern stehe dagegen der Umgang mit den Kunden auf Augenhöhe im Mittelpunkt, da das Weinsortiment sehr breit aufgestellt sei. „Die Marke ist sehr stark geprägt durch die Affenflasche. Das ist ein Produkt, das polarisiert und diskutiert wird. Wir haben eben ganz unterschiedliche Produkte. Deshalb gilt: Die Affentaler haben den Wein, der zu dir passt“, geht Schäfer auf die unterschiedlichen Kundengruppen ein, die es direkt zu bedienen gilt.

Auch Rebland soll vermarktet werden

„Es geht insgesamt gesehen eben auch um die Vermarktung des Reblandes beim Thema Wein und Touristik“, nennt Nora Waggershauser einen wichtigen Punkt bei dieser Kooperation. Das Rebland als Marke an sich sei allein schwerer zu vermitteln. „Aber wesentlich besser klappt das in Bezug auf Baden-Baden. Das Rebland und Baden-Baden waren eigentlich durch ihre Beziehungen schon immer verbunden. Das Rebland war für die Gäste hier stets sozusagen die lebendige Sonnenterrasse, umgeben von einer herrlichen Landschaftskulisse mit sehr viel Weinanbau“, schwärmt die Tourismuschefin. Es gebe viele Gäste, die zwar gerne Baden-Baden auch als Weltkulturerbe ansteuern würden, aber für ihre Erholung nicht das Stadtleben wollten.

„Am Ende profitieren alle“

„Viele sind gestresst und wollen einfach Ruhe genießen, umgeben von Natur. Sie wollen aber gleichzeitig auch die Möglichkeit für große Kultur etwa im Festspielhaus oder bei New Pop haben oder die Erholung bei einem Besuch der Therme genießen“, setzt sie auseinander. Auf diese Weise ergänze sich Baden-Baden und das Rebland auf hervorragende Weise. „Durch den gemeinsamen Auftritt profitieren am Ende alle“, ist sich die Tourismuschefin sicher.

Ihr Autor

BNN-Redakteur Andreas Bühler

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Erstellt:
19. Mai 2022, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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