Das meiste Geld fließt in die Infrastruktur

Rastatt (dm) – Rund 3,6 Millionen Euro erhält der Landkreis Rastatt aus dem Digitalpakt, um die Schulen besser auszustatten.

IT-Netze, Anzeige- und mobile Endgeräte: Der Bestand an den Kreisschulen soll um ein Drittel erweitert werden.Foto: dpa

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IT-Netze, Anzeige- und mobile Endgeräte: Der Bestand an den Kreisschulen soll um ein Drittel erweitert werden.Foto: dpa

Vorne mit dabei“ sieht Landrat Toni Huber den Kreis Rastatt auf dem Weg zur Umsetzung des Digitalpakts Schule: An zwölf der 15 Landkreisschulen seien inzwischen die Medienentwicklungspläne nicht nur erstellt, sondern auch bereits freigegeben, die Voraussetzung sind, um die entsprechenden Förderanträge stellen zu können.
Wie berichtet, soll der Landkreis als Schulträger insgesamt 3,6 Millionen Euro aus dem Digitalpakt-Topf erhalten, damit verbunden ist ein Eigenanteil von 900.000 Euro, den der Landkreis aufbringen muss. Die 4,5 Millionen fließen dann auf Basis einer schon erstellten IT-Entwicklungsplanung in die 15 Kreisschulen – und zwar bedarfsorientiert, wie Lysann Jacob von der Verwaltung in der jüngsten Schulausschuss-Sitzung erläuterte.

Aufwendiger Prozess

Das heißt: Statt Ausschüttung nach Schülerzahl werden bisherige Investitionen, bauliche Maßnahmen und Konzepte an den Bildungseinrichtungen berücksichtigt; dabei werde indes sichergestellt, dass jede Schule vom Digitalpakt profitiere.

Ende 2024 muss alles abgeschlossen sein, Schwerpunkt der Umsetzung im Landkreis soll 2020 und 2021 sein. Dabei werden 52 Prozent des Geldes für Herstellung und Aufbau der Netzinfrastruktur gebraucht. Diese wiederum erfordere später auch eine verlässliche Betreuung – etwas, das schon heute an vielen Schulen vorhandene Kapazitäten übersteige; der Bedarf sei mit größeren mittelständischen Unternehmen vergleichbar, so Jacob.

Stand heute geht es um rund 45 IT-Netze, 400 bis 500 Anzeigegeräte, 1.500 bis 2.000 stationäre sowie etwa 1200 mobile Endgeräte. Mit der Umsetzung des Digitalpakts sei eine Bestandserweiterung um ein Drittel geplant.

Die Digitalisierung selbst ist im Gremium unumstritten. Gerade die Corona-Krise habe vor Augen geführt, was in dieser Sache an den Schulen erforderlich ist, wie Grünen-Kreisrat Peter Teichmann sagte. Auf Kritik stieß indes die damit verbundene Bürokratie. Bei Andreas Merkel (CDU) und Arne Pfirrmann (FW) stieß auf Unverständnis, dass man für eine strukturelle Verkabelung gleich einen geprüften Medienentwicklungsplan vorlegen müsse. „Ein aufwendiger Prozess“, wie Lysann Jacob bestätigte. „Wir sind gut dabei, haben aber auch noch eine Strecke vor uns.“

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Erstellt:
30. Juni 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

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