Dauerstau in Ottenau

Murgtal (tom) – Täglich werden derzeit die Nerven von Anwohnern und Verkehrsteilnehmern in Ottenau strapaziert. Ab dem Wochenende soll der Verkehr auf der B462 wieder fließen.

Täglicher Dauerzustand in der Ottenauer Hauptstraße. Der gesamte Verkehr talabwärts quält sich hier durch. Foto: Thomas Senger

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Täglicher Dauerzustand in der Ottenauer Hauptstraße. Der gesamte Verkehr talabwärts quält sich hier durch. Foto: Thomas Senger

Viele Ottenauer fühlen sich an die Murgtäler Chaostage 2016 erinnert, als die B462 wegen Bauarbeiten wochenlang halbseitig gesperrt war. Auch derzeit wälzen sich Blechmassen durch den Ort. Dieses Mal wegen Gehölzarbeiten entlang der Bundesstraße. Doch die Auswirkungen sind die gleichen.

Nach ersten halbseitigen Sperrungen zwischen Gaggenau-Mitte und Hörden in der vergangenen Woche ist in dieser Woche die Gegenrichtung betroffen: werktags von 8 bis 15.30 Uhr, erläutert das Landratsamt.

Aufgrund des erheblich größeren Umfangs der Arbeiten wird der Verkehr in Fahrtrichtung Rastatt innerörtlich über Max-Roth-Straße, Selbacher Straße, Hauptstraße (K 3767) über den Anschluss Gaggenau-Mitte wieder zur B462 geleitet. Noch ein paar Tage durchhalten, dann können Anwohner und Autofahrer aufatmen: Ab dem Wochenende soll wieder freie Fahrt sein auf der Lebensader des Murgtals.

„Die Arbeiten sind nicht zu vermeiden“

Die Arbeiten seien nicht zu vermeiden, hatte das Landratsamt bereits im Vorfeld betont: „Der Strauch- und Gehölzaufwuchs ist stark an die Straße herangewachsen. Zudem stehen im Randbereich abgestorbene Bäume, die die Verkehrssicherheit gefährden könnten.“

Dabei habe man die Sorgen der vielen Berufspendler durchaus im Blick, versichert die Behörde. Deshalb würden die Baustellen nach Abschluss der täglichen Arbeiten wieder für den Verkehr freigegeben. Gleichwohl regt sich Protest in Ottenau und auch bei staugeplagten Murgtälern. Es müsse doch möglich sein, diese Arbeiten nur an Wochenenden oder zumindest teilweise auch nachts auszuführen?

Auf BT-Anfrage entgegnet das Landratsamt: Man habe in Abstimmung mit der Verkehrsbehörde der Stadt Gaggenau die Arbeiten auf das „absolut notwendige Maß beschränkt“, damit eben sowohl Verkehrsteilnehmer als auch Anwohner möglichst nur kurz belastet werden, „andernfalls hätten die Arbeiten an mehreren Wochenenden stattfinden müssen. Das hätte sich in die Länge gezogen und wäre nicht wirtschaftlich gewesen.“ Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 50.000 Euro und werden vom Bund finanziert.

Problem der Ampelzeiten: Wenn bei der Avia in Gaggenau die Linksabbiegespur voll ist, dann bleiben auch diejenigen stecken, die gar nicht hoch zur Bundesstraße fahren wollen. Foto: Thomas Senger

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Problem der Ampelzeiten: Wenn bei der Avia in Gaggenau die Linksabbiegespur voll ist, dann bleiben auch diejenigen stecken, die gar nicht hoch zur Bundesstraße fahren wollen. Foto: Thomas Senger

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BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
26. Oktober 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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