Der Arbeitsmarkt in der Region ist noch stabil

Baden-Baden (tas/lsw) – Der pandemiebedingte Dämpfer ist noch nicht angekommen. Laut der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt hat sich die positive Entwicklung im November fortgesetzt.

Der Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich im November robust. Doch die Risiken steigen. Symbolfoto: Bernd Wüstneck/dpa

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Der Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich im November robust. Doch die Risiken steigen. Symbolfoto: Bernd Wüstneck/dpa

Die Arbeitslosenquote sank erneut und liegt nun bei 3,4 Prozent. „Es ist uns gelungen, binnen eines Jahres fast 20 Prozent der Arbeitslosigkeit abzubauen. Ohne einen robusten Arbeitsmarkt wäre dies trotz anhaltender Pandemie mit all ihren Nebenwirkungen auch auf die Wirtschaft jedoch nicht möglich gewesen“, analysiert Ingo Zenkner, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt.

20.365 Frauen und Männer waren laut den aktuellen Zahlen im November ohne Arbeit, 4.748 weniger als vor einem Jahr. 4.928 Menschen mussten sich neu arbeitslos melden, während im selben Zeitraum 5.529 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten.

Dem Arbeitgeberservice wurden im November 1.807 offene Stellen durch die Betriebe gemeldet. Das Gesamtangebot im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt liegt aktuell bei 9.182 Stellen.

„Wirtschaftliche Unsicherheit ist spürbar“

Bei der Arbeitslosenquote hält der badische Bezirk Schritt mit dem Land. Auch in Baden-Württemberg sank die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Stuttgart mitteilte. Arbeitslos gemeldet waren rund 214.000 Menschen, etwa 7.700 weniger als im Oktober.

Insgesamt lässt nach dem Aufschwung der vergangenen Monate die Dynamik am Arbeitsmarkt nach, berichtet der Chef der Regionaldirektion, Christian Rauch. Es wird „für Arbeitssuchende zunehmend schwierig, eine Beschäftigung aufzunehmen“, warnt er. „Die wirtschaftliche Unsicherheit ist spürbar“, fügte er mit Blick auf die Corona-Pandemie und deren Folgen hinzu. Die schnelle Abfolge von Corona-Maßnahmen löse Planungsunsicherheit für Betriebe aus.

Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Arbeitslosigkeit deutlich geringer aus: Im November 2020 lag die Quote bei 4,2 Prozent – damals waren annähernd 53.000 Menschen mehr als heute ohne Job. Die Arbeitslosenquote bei jungen Menschen unter 25 Jahren sank im November gegenüber dem Vormonat um 0,3 Punkte auf 2,2 Prozent.

„Vor uns liegt eine ungewisse Zeit“

„Die Zuspitzung der aktuellen Corona-Situation schlägt sich noch nicht auf die Arbeitslosenzahlen im November nieder“, sagt Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und warnt zugleich: „Vor uns liegt eine ungewisse Zeit. Dass der Arbeitsmarkt weiter so stabil bleibt, bestärkt uns in unserem Handeln.“

Auch die Arbeitslosenquote in der gesamten Bundesrepublik war rückläufig. Sie sank nochmals um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat auf 5,1 Prozent. Die Quote ist laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg um 0,8 Punkte niedriger als noch im November 2020. „Folgen der aktuellen, besorgniserregenden Corona-Situation in Deutschland zeigen sich bislang kaum“, sagte BA-Chef Detlef Scheele. Doch das werde sich ändern.

In Mittelbaden wurden im November 5.759 Arbeitslose registriert, das sind 1.380 weniger als im November 2020. In den einzelnen Bezirken ergibt sich folgendes Bild: In Baden-Baden suchen 1.465 Menschen einen Job, 313 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,9 Prozent aus. In Rastatt wurden 2.360 Arbeitslose gezählt, 472 weniger als im November 2020. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,7 Prozent. Auch Gaggenau weist einen positiven Trend aus: Dort gab es im November 959 Jobsuchende, 279 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Punkte auf 3 Prozent. Traditionell am besten schneidet der Bereich Bühl ab: Dort gab es 975 Arbeitslose, 316 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote fiel weiter auf aktuell 2,4 Prozent.


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