Die Brücke, die Ottenau mit Hörden verbindet

Gaggenau (vgk) – Die sanierte Flößerbrücke über die Murg ist wieder offiziell freigegeben.

Deutlich sichtbar: die neue Lamellenkonstruktion. Die Sanierung insgesamt kostet rund 550.000 Euro. Vom Land kommen fast 193.000 Euro. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Deutlich sichtbar: die neue Lamellenkonstruktion. Die Sanierung insgesamt kostet rund 550.000 Euro. Vom Land kommen fast 193.000 Euro. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Bis auf wenige Restarbeiten ist die Sanierung der Flößerbrücke in Hörden abgeschlossen. Am 1. März hat Bürgermeister Michael Pfeiffer die Brücke für den Verkehr freigegeben. Sie ist bei Fahrradfahrern, Spaziergängern oder Schülern gleichermaßen beliebt.

Die Blechnerarbeiten sollen innerhalb weniger Tage zu Ende gebracht werden. Ein 2017 nach turnusgemäßer Brückenprüfung erstelltes Brückengutachten hatte den Stein ins Rollen gebracht: Damals war nach Feststellung der Schäden insbesondere an der Brückenunterkonstruktion von einem kompletten Brückenneubau auszugehen. Als Sofortmaßnahme erfolgte die halbseitige Brückensperrung, erinnerte Bürgermeister Michael Pfeiffer. Die Suche nach Spezialisten für Brückenkonstruktionen aus Holz gestaltete sich schwierig. Mit einem Büro aus Köln wurde das Tiefbauamt fündig.

Tragfähigkeit ist wieder hergestellt

Nicht neu, aber fast wie neu und mit veränderter Optik präsentiert sich seit wenigen Tagen die wieder geöffnete Flößerbrücke. Das Gros der Sanierungsarbeiten wird jedoch für die meisten Nutzer unsichtbar bleiben. Denn diese Arbeiten fanden an der Brückenunterkonstruktion statt. Das Holz wies aufgrund eines fehlenden Wetterschutzes Risse auf. Ebenso wurden die Balken auf Schädlingsbefall untersucht, wie vom Tiefbauamt Jürgen Brick erläuterte. Die Tragfähigkeit der Brücke musste unbedingt wieder hergestellt werden.

Die Brückensanierung ist umfassend. Die Holzbalken, die nicht ausgetauscht werden mussten, erhielten an den Knotenpunkten Verstärkungen aus Metall. Ebenso wurde das Dach nach unten verlängert. Durchgehende Dachrinnen nehmen jetzt das Regenwasser auf. Der Brückenbelag wurde ebenfalls ausgetauscht. Die Holzverkleidung an den Seiten ist jetzt schräg angeordnet. Dieser Aufbau ermöglicht eine bessere Durchlüftung, zudem wird das Regenwasser in Richtung Murg abgeleitet.

Die Vertreter der für die Sanierungsarbeiten zuständigen Ämter zeigen sich zufrieden mit den Ausführungen. Im Wesentlichen sei man im Rahmen der veranschlagten Kosten in Höhe von 550.000 Euro geblieben, ebenso wie mit der Annahme einer viermonatigen Bauzeit.

Die Flößerbrücke vor Beginn der Arbeiten im Januar 2020. Durch die Sanierung hat sich das Erscheinungsbild geändert. Foto: Leonie Finkbeiner (Archiv)

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Die Flößerbrücke vor Beginn der Arbeiten im Januar 2020. Durch die Sanierung hat sich das Erscheinungsbild geändert. Foto: Leonie Finkbeiner (Archiv)

Am wichtigsten aus Sicht der Experten waren die Arbeiten an der Unterkonstruktion. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Am wichtigsten aus Sicht der Experten waren die Arbeiten an der Unterkonstruktion. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Erstellt:
1. März 2021, 18:00 Uhr
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ca. 1min 53sec

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