Die Sanierung der sanierten Sanierung

Steinmauern/Rastatt (as) – Kein Scherz, auch wenn manche drüber lachen: Die schon einmal ausgebesserten Ausbesserungsarbeiten an der K3740 zwischen Steinmauern und Rastatt werden erneut saniert

Nun wird eine Fachfirma beauftragt, um die sanierten Stellen auf der K3740 zwischen Steinmauern und Rastatt instandzusetzen. Foto: Frank Vetter

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Nun wird eine Fachfirma beauftragt, um die sanierten Stellen auf der K3740 zwischen Steinmauern und Rastatt instandzusetzen. Foto: Frank Vetter

Irgendwie will es nicht so richtig klappen mit den Ausbesserungsarbeiten an der K3740 zwischen Steinmauern und Rastatt. Die vom Landkreis im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Hauptstraße in Steinmauern durchgeführten Sanierungsarbeiten an Setzungs- und Asphaltrissen auf der weiteren Strecke Richtung Rastatt seien trotz Nachbesserung immer noch mangelhaft, berichtete Steinmauerns Bürgermeister Toni Hoffarth dieser Tage in der Gemeinderatssitzung. Es sei „unheimlich ruckelig“, beschrieb Hoffarth das Fahrgefühl.

Nun wird eine Fachfirma beauftragt, die sechs Schadstellen im Rahmen ihres Jahresvertrags für Straßen-Ausbesserungsarbeiten für rund 23.000 Euro instandzusetzen, bestätigt Landratsamts-Pressesprecher Benjamin Wedewart auf BT-Anfrage die Ankündigung des Bürgermeisters, bei der sich mancher verhört zu haben glaubte. Schließlich hatte die Straßenmeisterei des Landkreises die schadhaften Stellen im September bereits zweimal innerhalb weniger Wochen bearbeitet.

Fahrgefühl angenehmer machen

Von einer „schief gelaufenen Sanierung der Sanierung“ will Wedewart allerdings nicht sprechen. Solche sogenannten händischen Sanierungsarbeiten, zumal am Bankett, seien immer schwierig, betont er nach Rücksprache mit dem Straßenbauamt. Ziel sei es gewesen, die schadhaften Oberflächen zu schließen, um die Substanz der stark ausgefahrenen Straße zu erhalten. Dieses Ziel sei erreicht worden. Nun gehe es darum, das Fahrgefühl für die Autofahrer angenehmer zu machen.

So ganz in Ordnung kann die Sanierung der Sanierung aber wohl nicht gewesen sein, wenn sie dem Landkreis nun weitere 23.000 Euro wert ist – und alle sechs Stellen erneut instandgesetzt werden (müssen). Auf die Frage nach den bisherigen Kosten konnte das Landratsamt keine Angaben machen. Das seien Personalkosten, die verrechnet werden, erklärt Wedewart. Ja wenn’s weiter nichts ist...

Ihr Autor

BT-Redakteurin Anja Groß

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Erstellt:
24. Oktober 2021, 15:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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