Dieses Jahr wieder Adventsmarkt in Gaggenau

Von BT-Redakteur Ulrich Jahn

Gaggenau (uj) – In diesem Jahr wird es in Gaggenau wieder einen Adventsmarkt geben. Und zwar in größerer Ausführung als 2020. Offen ist noch, wann genau und in welchem Umfang.

Dieses Jahr wieder Adventsmarkt in Gaggenau

Statt Adventsmarkt: Im vergangenen Jahr stehen zwei solcher Buden in der Fußgängerzone. Foto: Stadtverwaltung/Archiv

„Die Detailplanung beginnt jetzt“, erklärt Judith Feuerer, Pressesprecherin der Stadt, auf BT-Anfrage. Alle bisherigen Teilnehmer werden angeschrieben. Wer letztendlich zum Zuge kommt, steht noch nicht genau fest. Klar ist, dass der Sandplatz neben dem Rathaus für den diesjährigen Adventsmarkt nicht zur Verfügung steht. Vermutlich muss der Marktbereich eingezäunt werden.

Und dies sei auf dem Marktplatz vor dem Rathaus einfacher. Voraussichtlich werden dort die Buden kreisförmig aufgestellt, sodass die Rückwände schon eine Art Zaun darstellen. „Der Adventsmarkt soll Atmosphäre haben“, betont Feuerer. Dies sei mit dieser Variante besser umzusetzen als mit einem klassischen Zaun.

Wie viele Teilnehmer mit von der Partie sein werden oder können, steht noch nicht fest. Laut Feuerer ist es auch denkbar, dass sich einige Beschicker Buden teilen oder wechselweise nutzen. Auch sei noch offen, ob der Markt zum Beispiel 17 Tage am Stück stattfindet oder – analog zur Herbstmesse – nur von Donnerstag bis Sonntag, und das über mehrere Wochen.

Darbietungen wohl in kleinem Rahmen

Ebenso wissen die Verantwortlichen noch nicht, ob für den Adventsmarkt Eintritt verlangt wird. Bei der Herbstmesse müssen die Besucher einen Euro bezahlen. Musikalische Darbietungen wird es in Gaggenau wohl nur in kleinerem Rahmen geben. Feuerer nennt in diesem Zusammenhang Schülerchöre oder Vereine. Größere Konzerte mit Bands wie den „Moonlights“ werde es definitiv nicht geben. „Da würden zu viele Besucher kommen“, gibt die Pressesprecherin zu bedenken.

Weihnachtsmärkte werden – im Rahmen der bestehenden Regelungen und unter Einhaltung der Hygienevorgaben – in diesem Winter möglich sein. Darauf hat sich kürzlich das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration mit den Kommunalen Landesverbänden und Vertretern aus der Schaustellerbranche geeinigt.

Der Amtschef des Gesundheitsministeriums, Dr. Uwe Lahl, sagte dazu: „Die steigende Impfquote ermöglicht es uns, ein Stück zur Normalität zurückzukehren und die für viele Menschen bedeutsame Tradition der Weihnachtsmärkte dieses Jahr stattfinden zu lassen. Angesichts der aktuellen vierten Welle der Corona-Pandemie müssen wir jedoch vorsichtig bleiben. Deshalb haben wir uns auf klare und umsetzbare Regeln verständigt.“

Im Einzelnen haben sich die Beteiligten auf folgende Eckpunkte geeinigt: Im Rahmen von Weihnachtsmärkten sind der Verkauf von Speisen und Getränken zum sofortigen Verzehr sowie weitere Angebote, die zum Verweilen einladen (zum Beispiel musikalische Darbietungen, Aufbau von Sitzgelegenheiten, Fahrgeschäfte) wie folgt zulässig: Basisstufe und Warnstufe: 3G-Pflicht, Alarmstufe: 2G-Pflicht.

Wohl keine Bändchen

Die erforderliche Zugangskontrolle kann auch dadurch vom Veranstalter gewährleistet werden, dass den Besuchern nach Kontrolle ihres Impf-, Genesenen- oder Testnachweises ein sichtbarer Nachweis zur Verfügung gestellt wird. Zum Beispiel ein Bändchen für das Handgelenk oder indem der Einlass ausschließlich für Personen mit 3G- beziehungsweise 2G-Nachweis an bestimmten Punkten eines umzäunten Geländes erfolgt. Laut Judith Feuerer wird es in Gaggenau wohl keine Bändchen geben. Stattdessen soll an den Eingängen zum Adventsmarkt kontrolliert werden.

Für den Besuch von Warenverkaufsständen ist ein 3G-Nachweis nicht erforderlich. Dies gilt auch für den Verkauf von Lebensmitteln, die grundsätzlich nicht zum sofortigen Verzehr vorgesehen sind (in der Regel abgepackte Lebensmittel).

Bei gemischtem Verkauf von Speisen, Getränken und sonstigen Waren gilt die 3G-Nachweispflicht für das gesamte Angebot. Im Übrigen gilt – da der Abstand auf Weihnachtsmärkten nicht zuverlässig eingehalten werden kann – generell die Maskenpflicht.

Im vergangenen Jahr hatte es keinen Adventsmarkt gegeben. Als kleine Alternative hatte die Stadt zwei Weihnachtsbuden in der Fußgängerzone aufgestellt. Die Händler nutzten die Buden tageweise.