Digitalfunk für 1,4 Millionen Euro

Rastatt (dm) – Alle 23 Gemeinde- und zehn Werksfeuerwehren im Landkreis Rastatt werden künftig mit dem digitalen Funksystem TETRA BOS ausgestattet.

Auch die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr soll nun digitalfunktechnisch ertüchtigt werden. Foto: Armin Weigel/dpa

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Auch die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr soll nun digitalfunktechnisch ertüchtigt werden. Foto: Armin Weigel/dpa

Die Feuerwehren im Landkreis Rastatt werden mit Digitalfunk ausgestattet. Die Kreisverwaltung hat dafür zusammen mit den Kommunen und den Betrieben mit Werkfeuerwehr eine sogenannte Beschaffungsgemeinschaft gebildet. Die entsprechende Ausrüstung wird dabei aus einer Hand bestellt – es hat dafür eine Ausschreibung gegeben – und kann dann von den jeweiligen Beteiligten abgerufen werden. Alle 23 Gemeinde- und zehn Betriebsfeuerwehren im Landkreis sind mit im Boot, wie Kreisbrandmeister Heiko Schäfer erläutert. Der Auftrag soll nun für 1,42 Millionen Euro an eine Firma in Ehningen vergeben werden: Dies empfiehlt der Verwaltungs- und Finanzausschuss dem Kreistag.

Im Gremium stieß das Vorgehen auf einmütige Zustimmung. „Wir hinken in Baden-Württemberg hinterher, was die digitale Ausstattung anbelangt“, stellte Andreas Merkel (CDU) fest, der wie Karsten Mußler (FW) die Bündelung lobte, weil damit ein einheitliches System und eine gemeinschaftliche Vorgehensweise gesichert sei. Andere Bundesländer haben den Prozess schon abgeschlossen.

Mehr Funktionalität, bessere Abdeckung

Seit 2006 nutzt die Polizei das digitale Funksystem TETRA BOS, die Institutionen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr ziehen nun nach, so Kreisbrandmeister Schäfer. In dem vom Land betriebenen Netz sei nicht nur mehr Funktionalität geboten – so können darüber auch Textnachrichten abgesetzt werden –, sondern auch mehr Sicherheit. Von Feuerwehrkollegen in Calw wisse er aus der Praxis, dass die Funkabdeckung in der Fläche eine bessere sei als bei der analogen Variante.

In den nächsten drei Jahren sollen nun 300 Geräte in Fahrzeugen und Einsatzzentralen eingebaut werden; zudem sei ein Handfunkgerät pro Wehr vorgesehen. Die Integrierte Rettungsleitstelle ist bereits digital angebunden; dies sei eine Voraussetzung für die nun folgende Ertüchtigung gewesen.

Parallel stellen auch die Feuerwehr Baden-Baden sowie der Rettungsdienst um, der über den DRK-Landesverband versorgt werde.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
21. Oktober 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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