Direktumzug der Skateranlage fraglich

Elchesheim-Illingen (as) – Wann wird die Skateranlage Illingen abgebaut und kann sie direkt auf den Hartplatz Elchesheim umziehen? Letzteres sei von der Fußballsaison abhängig, sagt der Bürgermeister.

Ob die Skateranlage beim Sportplatz Illingen direkt nach Elchesheim umziehen kann, ist noch unklar. Foto: Frank Vetter

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Ob die Skateranlage beim Sportplatz Illingen direkt nach Elchesheim umziehen kann, ist noch unklar. Foto: Frank Vetter

Kinder mit Rollern, Inlinern oder Fahrrädern – reger Betrieb herrscht nahezu täglich auf der Skateranlage beim Sportplatz Illingen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist sie ein beliebter Treffpunkt für Kinder im Ort. Bei den Eltern taucht derzeit deshalb immer wieder die bange Frage auf, wie lange die Skateranlage dort noch genutzt werden kann – und ob sie nach der Ratsentscheidung vom Montag (das BT berichtete) direkt nach Elchesheim umziehen wird.

Genauer Abbautermin noch unklar

Im Zusammenhang mit der laufenden Dammrückverlegung wird der Standort der Skaterbahn zur Baustelleneinrichtung benötigt. Einen genauen Abbautermin konnte Bürgermeister Rolf Spiegelhalder auf BT-Anfrage nicht nennen. „Das hängt von den Dammarbeiten ab“, erklärte er. Die Rede war in der Vergangenheit von März/April. Ob die Skateranlage nach dem Abbau direkt nach Elchesheim transportiert und auf dem dortigen Hartplatz aufgebaut wird, den derzeit noch der Fußballverein Rot-Weiß Elchesheim (RWE) nutzt, dazu sagt Spiegelhalder: „Das hängt stark davon ab, ob die Fußballsaison coronabedingt beendet wird.“ Man wolle „den Verein nicht vertreiben“.

Wenn die Fußballsaison allerdings für beendet erklärt würde, was sich derzeit abzuzeichnen scheint, dann stünde einem Direktumzug nichts im Weg, so der Verwaltungschef. Zuversichtlich zeigt er sich, dass die dem RWE ausgesprochene Kündigung der Nutzung von Rasen- und Hartplatz zum 30. Juni 2021 wirksam wird. „Wir haben keine Angst vor einem Rechtsstreit, die Sache ist eindeutig“, befindet Spiegelhalder. Man habe alle Vereinbarungen prüfen lassen.

Vom Fußballverein, der eine rechtliche Prüfung angekündigt hatte, gibt es dazu aktuell keine Auskunft. Zu einem schwebenden Verfahren werde er sich nicht äußern, erklärt RWE-Vorsitzender Dieter Link auf BT-Anfrage. So bleiben auch die Fragen unbeantwortet, wo der Landesliga-Verein künftig spielen will oder wie es mit der Jugend weitergeht.

Abhängig von Fußballsaison

Doch zurück zum Thema Skateranlage: Sollte die Fußballsaison gespielt werden, werde man die Skateranlage zwischenlagern und nach Saisonende im Juni/Juli in Elchesheim aufbauen, sagt Spiegelhalder. Für eine vorübergehende Lösung wäre auch der Untergrund des Hartplatzes kein Problem, verweist er auf die Möglichkeit von Verankerungen. Selbstverständlich werde man die Anlage vor der Freigabe abnehmen lassen. Für eine Saison werde das funktionieren, ist er zuversichtlich.

Zwischenzeitlich solle wie vom Gemeinderat gewünscht das Gesamtkonzept Freizeitanlage unter Einbindung der Jugend erarbeitet und die Standortfrage geklärt werden. Denn eins ist auch klar: Dauerhaft braucht die Skateranlage einen festen, asphaltierten Untergrund, Kosten: 50.000 Euro.

Anwohner nicht begeistert


Wenig Freude löst der neue Standort, von der Verwaltung auch für eine mögliche Freizeitanlage favorisiert, derweil bei Anwohnern des Geländes in der Waldstraße aus, wie einigen Facebook-Kommentaren zu entnehmen ist. So nah an der Bebauung sei ein Zielkonflikt erwartbar, meinte schon der mit der Sportstätte beauftragte Planer. Auch einige Gemeinderäte halten den Standort Illingen für besser – außerhalb, aber trotzdem nah genug am Ort, wie es Petra Fritz (EIL) formulierte. Wo auf dem Gelände noch Platz für die Skateranlage sein soll, wenn dort – wie beschlossen – auch ein Festplatz für die Vereine entstehen soll, wäre dann ebenfalls noch zu klären.

Die Instandsetzung des Rasenspielfelds und der beschlossene Umbau des Hartplatzes zum winterfesten Rasenplatz jedenfalls werden nun vom Planer weiter vorangetrieben, kündigt Spiegelhalder an. Eins ist damit sicher: Die Themen Sportstätte, Festplatz und Skateranlage haben den Gemeinderat nicht zum letzten Mal beschäftigt.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Anja Groß

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Erstellt:
26. März 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 41sec

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