Diskussionen bei Friseur in Gaggenau

Von Christiane Vugrin

Gaggenau (cv) – In der Corona-Zeit gibt es strenge Regeln. Diese müssen von allen eingehalten werden. So auch in Friseursalons. Darauf verweist Friseurmeisterin Christine Kalmbacher.

Diskussionen bei Friseur in Gaggenau

Erst nachdem Friseurmeisterin Christine Kalmbacher grünes Licht gibt, dürfen Kunden den Salon betreten. Foto: Christiane Vugrin

Müssen immer noch Termine gemacht werden? Ist das Tragen von Masken wirklich notwendig? Warum gibt es keinen Haarschnitt ohne vorheriges Waschen der Haare? „Es geht keine Woche vorüber, in der ich nicht in Diskussion mit unseren Kunden bin“, sagt Christine Kalmbacher. Die Friseurmeisterin mit eigenem Salon in Gaggenau stellt klar: „Wir haben uns das nicht ausgesucht, das sind strenge Regeln, an die wir uns in der Corona-Zeit einfach halten müssen.“

Christine Kalmbacher und ihre vier Mitarbeiterinnen sind froh, dass sie nach dem Lock-down ihre Salontüren wieder öffnen durften. Es gibt nicht wenig Schutzvorschriften, die die Berufsgenossenschaft im Rahmen der Wiedereröffnung von den Friseurgeschäften fordert.

„Trotzdem bin ich da penetrant dahinter her, dass wir auch alles so einhalten“, betont die Friseurmeisterin. Schließlich möchte sie keine zweite Schließung riskieren. Denn sie ist es, die die Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Kunden trage.

Umso mehr ärgert sich die Unternehmerin darüber, wenn andere Friseurgeschäfte eine eher lockere Handhabung der Regeln verfolgen. „Es gibt Kunden, die beispielsweise erzählen, dass sie woanders keine Haarwäsche vorab benötigen“, erzählt Kalmbacher und fügt achselzuckend hinzu, „die Kunden haben die Wahl, ich nicht.“

Zehn Stunden mit Maske im Laden

Die teils laxen Einstellungen ihrer Kolleginnen und Kollegen findet sie nicht in Ordnung. Auch ihr mache es keinen Spaß, zehn Stunden mit Maske im Laden zu stehen. Am Abend habe sie regelmäßig mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Nach Meinung der Friseurmeisterin werde sich jedoch an der Situation leider so schnell nichts ändern. „Vor allem nicht, wenn die Gefahr, die von der Pandemie ausgeht, nicht in das Bewusstsein der Menschen gelangt ist“, meint Kalmbacher.

Also wird die Friseurmeisterin sich auch weiterhin streng an die Vorgaben halten. Ein Eintreten in den Salon ist erst erlaubt, wenn eine Mitarbeiterin das Okay gibt. Dann wird der Kunde gebeten, sich an dem im Eingangsbereich aufgestellten Hygieneständer die Hände zu desinfizieren, bevor er zu dem frisch gesäuberten, keimfreien Platz geführt wird. Dass sowohl Kunden als auch die Friseure während des gesamten Aufenthalts im Salon einen Mund-Nasen-Schutz tragen, ist selbstverständlich. Schließlich drohen bei Verstößen nicht nur der Inhaberin, sondern auch den Kunden empfindliche Geldbußen.

„Die Mehrzahl unserer Kunden hat zum Glück Verständnis und hält sich an die Regeln, dafür bin ich sehr dankbar“, freut sich Christine Kalmbacher. Schließlich möchte jeder gesund bleiben.