Dominik Kraus wirft seinen Hut in den Ring

Bischweier (mak) – Der 41-jährige Dominik Kraus aus Bischweier tritt bei der Bürgermeisterwahl am 25. Oktober gegen Robert Wein an, der sich für eine fünfte Amtszeit bewirbt.

Dominik Kraus. Foto: Koch

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Dominik Kraus. Foto: Koch

„Wenn ich sehe, dass die Gemeinde stehen bleibt, dann muss ich etwas machen“, erklärt Dominik Kraus, warum er sich dazu entschlossen hat, für das Amt des Bürgermeisters in Bischweier zu kandidieren. Der 41-Jährige ist in der Hans-Thoma-Straße im Kirschendorf aufgewachsen, nach dem Realschulabschluss in Bad Rotenfels absolvierte er eine dreijährige Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Rastatt. In dieser Zeit übernahm er sechs Monate die Krankheitsvertretung für Gerhard Schwarz, dem damaligen Ortsvorsteher von Plittersdorf. Da die Stadt am Ende seiner Ausbildung einen Einstellungsstopp hatte, absolvierte Kraus anschließend seinen Zivildienst bei der AWO Rastatt. Danach wechselte er 1999 zu Daimler-Chrysler in Gaggenau, wo er eine Ausbildung zum Industriemechaniker machte.

Im Getriebewerk in Rastatt wurde er in der „Lüftungs- und Klimatruppe“ eingesetzt. Da in diesem Team ein verantwortlicher Ansprechpartner erforderlich war, ließ er sich zum Handwerksmeister der Kälte- und Klimatechnik ausbilden und wechselte danach in die Instandhaltungsplanung. Von 2011 bis 2012 bildete sich Kraus zudem an der Abendschule in Karlsruhe zum Betriebswirt weiter. Seither arbeitet er im Finanzcontrolling im Gaggenauer Benz-Werk. Die neue berufliche Herausforderung, aber auch familiäre Gründe hielten ihn 2012 davon ab, bei der Bürgermeisterwahl zu kandidieren. Doch jetzt sieht er die Zeit gekommen, die Familie stehe hinter seiner Entscheidung, sich als Rathauschef zu bewerben. Er sei in den vergangenen Wochen außerdem von vielen Einwohnern unterschiedlichsten Alters zu einer Kandidatur ermutigt worden.

Als Jugendleiter und Trainer aktiv

Dominik Kraus hat privat einen guten Draht zu Bürgermeister Robert Wein, den er vorab in einem Gespräch über seine Absicht informierte. Mit Kritik am Amtsinhaber hält er sich zurück, bemängelt aber dennoch, dass dieser den Fokus auf Kronospan setze, während im Dorf „Vieles im Argen bleibt“. Etwa die Grundschule, in der die Toiletten saniert werden sollten und deren digitale Ausstattung verbessert werden müsste.

Kraus ist seit 2008 Jugendleiter und Trainer beim VfR Bischweier, wo er früher auch gekickt hat. Er kenne auch die Bedürfnisse des Tennisclubs und könne sich vorstellen, ein Sportgelände beim Kleeblatt am Zubringer zur B 462 zu entwickeln, nennt er ein Projekt, das er als Rathauschef angehen würde. Im Hinblick auf den Verkehr würde er mit Erhöhungen in der Friedrichstraße und der Hermann-Föry-Straße die Durchfahrtsgeschwindigkeit reduzieren.

Dominik Kraus und seine Frau Caroline (39) haben drei Jungs: Noah (16), Joel (13) und Maurice (11). Er möchte sich für die Jugend einsetzen und beispielsweise ein Jugendhaus als Treffpunkt etablieren.

Und wie sieht er seine Chancen auf einen Sieg? „Wenn ich mir keine Chancen ausrechnen würde, dann würde ich mich nicht bewerben“, meint der parteilose Kandidat selbstbewusst. Sobald die Flyer fertig sind, möchte er sich mittwochs auf dem Markt vorstellen. Zudem hat er auf Facebook und auf Instagram einen Account angelegt.

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Erstellt:
19. September 2020, 08:00 Uhr
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