Doppelter Genuss auf der L76b

Gernsbach (stj) – Die Inversionswetterlage hat am Wochenende wieder zahlreiche Ausflügler auf den Kaltenbronn geführt. Viele von ihnen freuten sich über die frisch sanierte L76b.

Der arg ramponierte Straßenabschnitt zwischen Reichental und Kaltenbronn ist angemessen saniert worden: Dazu zählen auch der Kurvenausbau, neue Ausweichstellen und Geländer, die für mehr Sicherheit sorgen. Foto: Stephan Juch

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Der arg ramponierte Straßenabschnitt zwischen Reichental und Kaltenbronn ist angemessen saniert worden: Dazu zählen auch der Kurvenausbau, neue Ausweichstellen und Geländer, die für mehr Sicherheit sorgen. Foto: Stephan Juch

Vom Murgtal her kamen sie ab der Bushaltestelle Orgelfelsenhaus zu einem doppelten Genuss: Zum einen ist die üble Buckelpiste der L76b einem frischen Asphaltbelag gewichen, zum anderen gab es an den Wanderparkplätzen eine herrliche Aussicht auf das wolkenverhangene Tal. Die Nebelgrenze lag am Samstagvormittag direkt in Reichental. Dort zeigt sich Ortsvorsteher Guido Wieland mit der Fahrbahndeckenerneuerung auf der Landesstraße, die auf einer Länge von rund 2,3 Kilometern unter Vollsperrung erfolgt ist, zufrieden. Der arg ramponierte Straßenabschnitt zwischen Reichental und Kaltenbronn sei angemessen saniert worden, analysiert Wieland im BT-Gespräch. Dazu zählten auch der Kurvenausbau, neue Ausweichstellen und Geländer, die für mehr Sicherheit sorgen. Man habe die Straße auch nicht unnötig verbreitert, meint Wieland mit Blick auf die Motorradfahrer, die „jetzt hoffentlich nicht noch schneller fahren“. Der Ortsvorsteher war die Strecke kurz vor der Fertigstellung am zurückliegenden Freitag zu Fuß abgelaufen und hat das Ergebnis in Augenschein genommen.

Letzter Ausbauabschnitt erfolgt im Jahr 2022

Jetzt fehlt noch der vierte Bauabschnitt der L76b zwischen Ortsausgang Reichental und Bushaltestelle Orgelfelsenhaus. Der soll 2022 erfolgen. Die Planungen für diesen rund 2,7 Kilometer langen letzten Bauabschnitt sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein, um sie anschließend noch mit dem Naturschutz abzustimmen, informiert das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe. Im vierten Bauabschnitt werden neben der Straße eine Vielzahl bestehender Stützmauern saniert, ebenso sind schwierige, naturschutzrechtliche sowie wasserrechtliche Belange zu berücksichtigen. Nach derzeitigem Stand sei davon auszugehen, dass aufgrund der umfangreicheren Bauleistungen im vierten Bauabschnitt die Maßnahme das ganze Jahr 2022 in Anspruch nehmen wird. Im gesamten Streckenzug der L 76 b zwischen dem Enz- und Murgtal wurden seit 2017 vielfältige Sanierungsmaßnahmen umgesetzt: Im ersten, rund 2,1 Kilometer langen Bauabschnitt vom Infozentrum Kaltenbronn bis zur Kreisgrenze, der 2017 fertiggestellt wurde, wurden überwiegend die Asphaltdeck- und Binderschicht der Fahrbahn erneuert. Im zweiten, rund 3,6 Kilometer langen Bauabschnitt vom Infozentrum Kaltenbronn in Richtung Reichental wurden ebenso Deck- und Binderschicht erneuert. Dieser wurde 2018 fertiggestellt. Die Sanierung der L76b ab Kreisgrenze bis Sprollenhaus erfolgte dann 2019. Allein die Baukosten der sich im Landkreis Rastatt befindenden Bauabschnitte eins bis vier belaufen sich auf über zehn Millionen Euro, teilt das RP mit.

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Erstellt:
30. November 2020, 16:00 Uhr
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