Drei Bauprojekte in Weisenbach besichtigt

Weisenbach (mm) – Wetterfest und gut beschirmt bei Dauerregen zeigten sich die Mitglieder des Bauausschusses des Weisenbacher Gemeinderats bei ihrer öffentlichen Sitzung.

In der Unteren Schlechtau ist die Brücke über den Triebwerkskanal im Bau. Foto: Markus Mack

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In der Unteren Schlechtau ist die Brücke über den Triebwerkskanal im Bau. Foto: Markus Mack

Drei größere Projekte galt es zu besichtigen: Die Sanierung des Bergwegs, die Nachbesserung der abgeschlossenen Flurneuordnung im Latschigbachtal sowie den Neubau der Brücke über den Triebwerkskanal in der Unteren Schlechtau.

Jörg Adam, leitender Ingenieur für Flurneuordnung im Landratsamt Rastatt, informierte über die geplanten Reparaturen und Verbesserungen im Latschigbachtal. Dort ist die Flurneuordnung seit Mai abgeschlossen. Das marode Wegenetz wurde ausgebaut. Etwa 1,8 Kilometer Schotterwege, rund 900 Meter Asphaltwege und circa 150 Meter Fuß- und Wanderwege sind modernisiert worden. Zusätzlich entstanden ein Wendeplatz, zwei Ausweichstellen und sechs Geländezufahrten sowie ein Biotop für Gelbbauchunken.

Unwetter beschädigt neue Wege

Ein heftiges Unwetter sorgte am 4. Juni für große Schäden an den neu angelegten Schotterwegen. Die Wassermassen haben tiefe Spurrillen und Schlaglöcher ausgespült. Ein weiteres Teilstück von rund 110 Metern Länge soll noch asphaltiert werden, um künftige Schäden zu verhindern. Ein Schotterrand bleibe bestehen, um Versickern des Oberflächenwassers zu ermöglichen, erläuterte der Ingenieur.

Eine bestehende Querrinne im oberen Bereich des Latschigbachtals werde baulich verändert, um eine bessere Wasserableitung zu erreichen. Auch ist ein kleines Tosbecken, eine Wasserauffangmöglichkeit, geplant. Von dort aus soll das Oberflächenwasser durch ein Rohr unter dem Schotterweg hindurch in Richtung Latschigbach abgeleitet werden. Der beschädigte Schotterweg werde neu aufgebaut und verdichtet.

Neue Wasserversorgung

Die Sanierung des Bergwegs ist im Gange. Die Baukosten für das Gesamtprojekt sind mit rund 783.000 Euro kalkuliert. Im oberen Teil entsteht eine neue Wasserversorgung. Nach der Fertigstellung wird die Notwasserversorgung wieder abgebaut, berichtete Stefan Huber vom Ingenieurbüro Baumeister.

Danach gehe es weiter mit den restlichen Erdarbeiten, Beleuchtungsmasten werden gesetzt, der Straßenunterbau und die Asphalttragschicht gefertigt. Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird die Fahrbahndecke asphaltiert.

Ziel sei, in der zweiten oder dritten Novemberwoche fertig zu sein, „das ist allerdings witterungsabhängig“, verdeutlichte Huber. Die beengten Platzverhältnisse im Bergweg machten die Arbeiten nicht gerade einfach. Das Abfangen der Mauern oder die zeitaufwendige Suche nach Anschlüssen für die Wasserversorgung nannte er als Beispiele. Keine Probleme gebe es mit den sehr verständnisvollen Anwohnern.

Für die Straße im oberen Bereich ist der Unterbau gefertigt. Ein Teilabschnitt aus Richtung Kindergarten ist bereits asphaltiert. Noch offen ist, wie im Bereich der Einmündung des Bergwegs in die Straße „Im Viertel“ die Senkungen in der Fahrbahn behoben werden können. Die Kosten dafür werden derzeit ermittelt.

Behelfsbrücke bleibt bis März 2022

Der Neubau der Brücke in der Unteren Schlechtau war die dritte Station der kleinen Rundreise des Ausschusses. Für Probleme und Verzögerungen hatte dort der Bruch eines Teils der Trogmauer des Triebwerkskanals der Wasserkraftwerke Murg Breitwies Schlechtau gesorgt. Auch war eine Erhöhung eines Teils der Mauer des Triebwerkskanals erforderlich geworden.

Joachim Störk vom Karlsruher Ingenieurbüro Rothenhöfer erläuterte das weitere Vorgehen. Die Widerlager für die neue Brücke sind gefertigt, als nächstes wird das Traggerüst für den Bau der Brückenplatte gefertigt und anschließend die Platte betoniert. Danach erfolgen die Vorbereitungen für den Straßenbau. Bis Ende des Jahres sollen die Beton- und Abdichtarbeiten an der Brückenplatte abgeschlossen sein. Ob das Wasser im Kanal zum Abbau des Traggerüsts noch einmal abgelassen werde, das müsse noch geklärt werden.

Jörg Adam (Mitte) zeigt den Platz für das Tosbecken im Latschigbachtal. Foto: Markus Mack

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Jörg Adam (Mitte) zeigt den Platz für das Tosbecken im Latschigbachtal. Foto: Markus Mack

Ohne den Bruch der Trogmauer und die daraus resultierenden Verzögerungen für die Instandsetzung wäre man im Zeitplan, erläuterte Störk. Das benötigte Material für die weiteren Arbeiten sei bereits vorhanden. Die Fertigstellung der Brücke und die ergänzenden Straßenbauarbeiten verzögern sich voraussichtlich bis Ende März 2022, so lange bleibt die Behelfsbrücke über den Triebwerkskanal in Betrieb. Ursprünglich hätte diese zum Ende des Jahres abgebaut werden sollen. Jeder Verlängerungstag kostet 200 Euro Miete, sagte Kämmerer Werner Krieg auf Nachfrage. Inwieweit die Versicherung der Gemeinde Kosten übernimmt, sei derzeit noch offen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
7. Oktober 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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