Drive-in-Winterzauber Rastatt ist der Renner

Rastatt (fuv) – Der Rastatter Winterzauber-Drive-In im Industriegebiet sorgt am dritten Adventswochenende für Stau. Bis zu zweieinhalb Stunden warten Besucher auf Glühwein, Crêpes oder Würstchen.

Aussteigen verboten: Glühwein, Würstchen oder Crêpes gibt es im Rastatter Industriegebiet nur zum Mitnehmen. Foto: Frank Vetter

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Aussteigen verboten: Glühwein, Würstchen oder Crêpes gibt es im Rastatter Industriegebiet nur zum Mitnehmen. Foto: Frank Vetter

„Als gäb’s kein Morgen mehr...“ besagt eine Redewendung, die ab heute sicher noch aktueller wird. Sie beschreibt treffend den Andrang beim Rastatter Winterzauber-Drive-In.
Die Lochfeldstraße im Rastatter Industriegebiet am Freitagabend um 19 Uhr: Pkw stauen sich bis zur Kreuzung Werkstraße. Die Kennzeichen der Wartenden lassen das Konzert eines bekannten Künstlers vermuten: Offenburg, Frankfurt, Pforzheim, Stuttgart. Die Autoschlange windet sich durch ein mehrere Firmen beherbergendes Gelände. Zweieinhalb Stunden dauert es für manche bis ans Ziel ihrer Träume: Glühwein.

Der Rastatter Eventtechniker Tobias Petraschko hatte die Idee zum Drive-in-Weihnachtsmarkt. Auch dank medialer Aufmerksamkeit hat sich die Aktion zu einem Top-Event entwickelt. Wer es endlich geschafft hat, den erwartet tatsächlich ein Zauber: Wie durch eine Open-Air-Waschanlage führt der Weg durchs Zauberland. Weihnachtlich beleuchtet, Musik ertönt, und es schneit. Kunstschneekanonen machen es möglich. Es fehlt eigentlich nur noch der mit einem fröhlichen „Hohoho“ grüßende Weihnachtsmann.

Service in sieben Minuten

Vier Verkaufshäuschen verschiedener Betreiber belohnen den geduldigen Adventsmarkt-Fan schließlich: Würstchenbude, Crêpes-Stand, Zuckerstube und Glühweinhütte. Gute Geister, die Helfer von Tobias Petraschko und seiner Frau Sarah, nehmen die Bestellungen auf, reichen sie den Kunden und kassieren. Alles ohne Körperkontakt, aussteigen ist verboten. Die Durchfahrt durch den Winterzauber samt Service dauert rund sieben Minuten.

Hygienekonzept nennt sich das. Das funktioniert beim Winterzauber so gut, dass das Rastatter Ordnungsamt auch nach der Ankündigung der Landesregierung, die Kontakte zu minimieren und einer Ausgangssperre, den Betrieb auch für das letzte Wochenende vor dem Lockdown genehmigte.

Vom Andrang auf ihren Winterzauber sind Tobias und Sarah Petraschko selbst überrascht: „Das ist total wahnsinnig.“ Seit 17.30 Uhr hätten die Autos Schlange gestanden. Trotz der Wartezeit seien die Leute gut drauf und hätten Spaß. Viele Familien nähmen das Angebot wahr. Corinna und Bianca aus Kuppenheim jedenfalls strahlen, als ihnen Tobias Petraschko Crêpes und Glühwein durchs Seitenfenster ihres Autos reicht. Eineinhalb Stunden haben sie gewartet. Sie würden trotzdem wiederkommen, sagen die beiden. Doch daraus wird ja nun nichts.

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Erstellt:
13. Dezember 2020, 22:00 Uhr
Lesedauer:
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