Durmersheim investiert in Schulen

Durmersheim (HH) – Auf 907.770 Euro summieren sich die Aufträge, die der Gemeinderat Durmersheim jetzt für Sanierung und Digitalausstattung der Schulen vergeben hat.

Für bauliche und technische Verbesserungen in der Hardtschule (links), der Realschule (rechts) sowie der Friedrichschule werden fast eine Million Euro ausgegeben. Foto: Helmut Heck

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Für bauliche und technische Verbesserungen in der Hardtschule (links), der Realschule (rechts) sowie der Friedrichschule werden fast eine Million Euro ausgegeben. Foto: Helmut Heck

Von den über zehn Millionen Euro, die der vom Gemeinderat am Mittwoch festgelegte Jahreshaushalt für Investitionen vorsieht, wurden in der gleichen Sitzung allein für Schulen fast zehn Prozent ausgegeben. Auf 907.770 Euro summierte sich ein Fächer von Aufträgen für bauliche und technische Modernisierungen. Dabei hob Bürgermeister Andreas Augustin hervor, dass die betreffenden Maßnahmen nur durchgeführt werden könnten, weil Bund und Länder viel Geld beisteuerten.

Neue Lehrküche für Realschule

Der Vergabereigen begann mit Bauleistungen. An oberster Stelle der Ausgabenskala rangierte mit insgesamt 307.064 Euro brutto die Realschule. Sie bekommt eine neue Ausstattung für die Lehrküche (71.121 Euro), es werden Böden erneuert (17.510 Euro), Trockenbaugewerke (185.791 Euro) und Malerarbeiten (32.640 Euro) ausgeführt. In die Hardtschule werden 197.868 Euro gesteckt, die sich auf die gleichen Bereiche wie in der Realschule verteilen, aber mit deutlichen Unterschieden im Aufwand: Lehrkücheninventar kostet 60.357 Euro, Böden kosten 35.815 Euro, Trockenbau 71.345 Euro, Malerarbeiten 30.350 Euro.

Neuausschreibung für Hardtschule

Weil für eingeplante Schreinerarbeiten in der Hardtschule keine Angebote abgegeben worden sind, muss neu ausgeschrieben werden. Die Kostenschätzung geht von 76.138 Euro aus. Lediglich eine Offerte lag für Werkraum-Ausrüstung vor, sie musste wegen Fehlern aber unberücksichtigt bleiben. In diesem Fall wurde Bürgermeister Augustin ermächtigt, den Auftrag eigenständig zu vergeben, sofern die Kostenschätzung nicht überschritten wird.

Günstige Malerarbeiten

Dritte im Bunde war die Friedrichschule, in der zwar nur Malerarbeiten vorgesehen sind, die allerdings für eine Überraschung positiver Art sorgten. Vom Planungsbüro waren nämlich Kosten in Höhe von 52.623 Euro ermittelt worden. Das günstigste unter vier Angeboten lautete aber auf 15.289 Euro. Die Kalkulationen der übrigen drei Bieter hatten eine Spanne von 16.217 bis 52.669 Euro. Ortsbaumeister Hans-Martin Braun teilte mit, dass man mit der preisgünstigsten Firma ein Gespräch geführt habe, um die Preisgestaltung zu klären. Bedenken wurden offenbar ausgeräumt, es wurde empfohlen, den Zuschlag zu erteilen. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag.

Im Großen und Ganzen sei man bei den Kostenannahmen „relativ gut gelandet“, zeigte sich Braun zufrieden. Die Sanierungsarbeiten in den Schulen sollen im Sommer beginnen, gab der Bürgermeister bekannt.

Hard- und Software werden angeschafft

Den Bausachen folgte die Beschaffung von jeder Menge Hard- und Software für die Digitalausstattung der Hardt- sowie der Realschule. Weil Erstere sich unter ihrem Rektor Volker Arntz auf diesem Feld aus eigener Initiative schon weit fortentwickelt hat, was in der Gemeinderatsberatung mit viel Anerkennung honoriert wurde, fiel das Wunschpaket vergleichsweise kompakt aus. Es beinhaltete hauptsächlich 18 Jamboards und 80 Notebooks, Zubehör, Lizenzen und Dienstleistungen.

Verteilt auf zwei Lose wurden Bestellungen für insgesamt 160.329 Euro aufgegeben. Die Geräteliste für die Realschule, die viel Nachholbedarf hat, war um vieles länger, sie reichte von 40 Großbildmonitoren über 45 Tablets, 13 Dokumentationskameras, 42 Bildübertragungssysteme und etlichem mehr bis hin zu einem W-LAN- Controller. Die Rechnung wies am Ende eine Gesamtsumme von 227.217 Euro aus. Die Entscheidung für Großbildschirme wurde aus der Ratsmitte als überholt kritisiert. Ferner wurde angeregt, die Ausrüstung beider Schulen zu harmonisieren.

502.100 Euro aus Digitalpakt

Der IT-Fachmann des Rathauses erklärte, es würde schon „ziemlich ähnlich gefahren“. Bürgermeister Andreas Augustin wies darauf hin, dass die Medienentwicklungspläne in Verantwortung der Bildungsstätten liege. Gleichwohl könne man das Gespräch suchen, um eine Angleichung anzuregen.

Wie aus der Sitzungsunterlage zu entnehmen war, erhielt die Gemeinde aus dem Digital-Pakt des Bundes 502.100 Euro für ihre vier Schulen, zu denen neben Hardt- und Realschule noch zwei Grundschulen gehören. Das Land habe die Kommunen verpflichtet, 20 Prozent aus eigenen Kassen draufzusatteln, was für Durmersheim 100.420 Euro bedeutet.

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Erstellt:
23. Mai 2021, 14:00 Uhr
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