„ET“ taucht jeweils für vier Tage auf

Bühl/Ottersweier (marv) – In Ottersweier wird nun ein mobiler Blitzer eingesetzt – das hat der Gemeinderat unlängst beschlossen.

So wie hier in Baden-Oos soll der Enforcement Trailer auch in Ottersweier zum Einsatz kommen. Foto: Zorn

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So wie hier in Baden-Oos soll der Enforcement Trailer auch in Ottersweier zum Einsatz kommen. Foto: Zorn

Obwohl er – genau wie sein bekannter Namensvetter – auf den ersten Blick etwas befremdlich wirkt, haben sich Autofahrer und Passanten in Baden-Baden mittlerweile an seinen Anblick gewöhnt. Die Rede ist von „ET“, dem Enforcement Trailer der Stadt Baden-Baden. Die Stadt Bühl mietet jetzt – erst mal befristet auf ein Jahr – auch einen solchen mobilen Blitzer an. Der Ottersweierer Gemeinderat hat dem Einsatz dieser mobilen Geschwindigkeitsmessanlage am Montag bei einer Enthaltung zugestimmt.

Zur Probe soll der „ET“ in erster Linie an den Ottersweierer Ortseingängen positioniert werden, an denen noch keine bauliche Maßnahmen vorgenommen wurden. „Wir haben die Wünsche der Anwohner zusammengefasst“, sagte Bürgermeister Jürgen Pfetzer. In Unzhurst hat man die L87a (Acherner Straße und Zeller Straße) und die K3750 (Rheinstraße) ins Auge gefasst. In Ottersweier die L83a (Hubstraße) und die L86a (Hatzenweier, Lindenstraße, Römerstraße und Haft) sowie die K3749 (Burg-Windeck-Straße).

Wegen der hohen Kosten – laut Martin Bürkle 150000 Euro – ist vorgesehen, den teilstationären Blitzer nur drei bis vier Mal pro Jahr für jeweils zwei Wochen anzumieten. Laut Andreas Bohnert (Abteilungsleiter des zuständigen Ordnungsamts in Bühl) kostet es pro Woche 1960 Euro plus Umsatzsteuer, den ET zu mieten. Jedes Versetzen schlägt laut Bohnert noch mal mit 900 Euro zu Buche.

Die erste Phase ist vom 23. März bis 6. April. Vier Tage lang soll der „Messanhänger“, wie ihn Stephan Meier (FWG) nennt, in diesem Zeitraum in Ottersweier stehen. Kosten entstehen der Gemeinde dadurch nicht.

Aus Sicht des Bürgermeisters ist das Testen der teilstationären Messanlage sinnvoller als ein festinstallierter Blitzer. Ottersweier hätte die vollen Kosten getragen, die Einnahmen wären jedoch an das Ordnungsamt in Bühl geflossen.

Stefan Bernhardt (FWG) hat seine Enthaltung damit begründet, dass er weitere Verkehrssmileys sinnvoller findet. Als Anwohner der Hauptstraße habe er es „mehrfach live erlebt, dass dadurch konsequent die Geschwindigkeit reduziert wird“.

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Erstellt:
4. März 2020, 13:00 Uhr
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