Ebersteinburgerin organisiert Online-Bildungskongress

Baden-Baden (nof) – Die Ebersteinburgerin Saskia Wienholz organisiert im April einen Online-Kongress zur Zukunft der Bildung. Dabei spricht der Dalai Lama die Eröffnungsworte.

Saskia Wienholz lädt Bildungsexperten aus aller Welt als Referenten zu ihrem Online-Kongress ein. Foto: Saskia Wienholz

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Saskia Wienholz lädt Bildungsexperten aus aller Welt als Referenten zu ihrem Online-Kongress ein. Foto: Saskia Wienholz

„Wie geht es mit der Schule nach Corona weiter?“ Diese Frage stellt eine junge Mutter aus Baden-Baden. Und sucht selbst nach Antworten – bei Experten aus aller Welt. Diese möchte Saskia Wienholz bei dem von ihr organisierten internationalen Online-Bildungskongress zu Wort kommen lassen. Bekanntester Redner auf der Liste ist sicherlich der Dalai Lama.
„Während des Lockdowns habe ich von vielen Eltern gehört, die sich Sorgen machen oder sich eine Änderung des Bildungswesens wünschen“, sagt Saskia Wienholz im BT-Gespräch. So gebe es Ängste, dass man den Kindern nicht gerecht werde, ihre Talente nicht richtig fördere oder zu viele unterschiedliche Kinder mit unterschiedlichen Ansprüchen gemeinsam unterrichtet werden, und kein Raum mehr bleibe für eine individuelle Annäherung, zählt Wienholz auf. Den Sinn von Bildung sehe sie nicht in der Aussage: „Das Kind soll mal einen tollen Job bekommen“, sagt Wienholz: „Das ist mir als Ziel zu wenig.“ Doch nur zu meckern, ohne Alternativen aufzuzeigen, sei nicht ihr Ding. So sei die Idee zum Online-Bildungskongress entstanden. Weltweit habe sie nach Experten aus den Bereichen Neurobiologie, Bildungsforschung, Philosophie und Künstliche Intelligenz sowie nach Bildungsmodellen gesucht, die in Interviews oder Live-Vorträgen zu Wort kommen oder vorgestellt werden, kündigt Wienholz an. Gerichtet ist der Kongress an Eltern, Pädagogen und Schüler.

„Bunter Blumenstrauß „für Teilnehmer

Der „Re Think Education Congress“ ist laut Wienholz gratis und findet vom 23. bis 26. April online statt. Die Kongress-Inhalte folgten keiner Ideologie, sagt die 28-jährige Mutter zweier kleiner Kinder, Kinderbuchautorin und Dozentin, die mit ihrer Familie in Ebersteinburg lebt. Vielmehr erwarte die Teilnehmer ein „bunter Blumenstrauß. Wir nähern uns dem Thema Bildung aus verschiedenen Richtungen. Es gibt einen unglaublichen Reichtum, aus dem wir schöpfen können.“

Fragen wie „Wohin wollen wir eigentlich mit der Schulbildung? Und wie kommen wir schon heute dahin?“ sollen beantwortet werden. Dabei gehe es auch darum, verschiedene zukunftsfähige Techniken (Lernen im eigenen Tempo, Achtsamkeit für Lehrer und Schüler, kritisches Denken) zu vermitteln. Ihr selbst liege das Thema Gesundheit und Resilienz, also die psychische Widerstandskraft, sehr am Herzen, sagt Organisatorin Wienholz.

Wissenschaftler kommen zu Wort

Auf der Referentenliste stehen neben dem Dalai Lama, der die Eröffnungsworte sprechen wird, Wissenschaftler wie der Neurobiologe Dr. Gerald Hüther, der der Frage nachgeht, was das eigentliche Bildungsziel ist und wie man alte Gewohnheiten wieder los wird, sowie Bildungsforscher Prof. Klaus Klemm und der Journalist Dr. Franz Alt („Liebevolle Kinder ausbilden“). Aber auch die internationale Montessori-Vereinigung und der Bund der Freien Waldorfschulen seien mit an Bord, und auch eine Vertreterin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Bei Vorträgen und Austausch möchte es Wienholz nicht belassen. Sie will auch eine politische Ebene erreichen. Eltern, Lehrer und Schüler werden zu ihren Wünschen und Hoffnungen befragt. Aus allen eingehenden Meinungen soll die EU-Bürgerinitiative „Bedeutsame Bildung“ hervorgehen. „Und vielleicht kann ja der eine oder andere Ansatz auch auf lokaler Ebene angewandt werden“, hofft Wienholz. Weitere Informationen zu Programmablauf, Zielen und Inhalten gibt es im Internet. Dort kann man sich auch für die Teilnahme registrieren.

www.rethink-education-congress.com/de

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Erstellt:
1. März 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 35sec

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