Ebersteinstraße soll sicherer werden

Gaggenau (ko) – Eine Tempo-30-Regelung in der Ebersteinstraße in Ottenau wird von der SPD-Gemeinderatsfraktion befürwortet. Auch weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit seien denkbar.

Anwohner der Ebersteinstraße in Ottenau klagen über zu viel Verkehr in ihrer Straße. Foto: Joachim Kocher

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Anwohner der Ebersteinstraße in Ottenau klagen über zu viel Verkehr in ihrer Straße. Foto: Joachim Kocher

Eine wichtige Aufgabe des aktuellen Mobilitätskonzepts wird es sein, vernünftige Schnittstellen zwischen 30 km/h Zonen und 50 km/h Regelungen zu definieren. Dies sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Gerd Pfrommer am Rande einer SPD-Vorort-Informationsveranstaltung am Montag in Ottenau. Im Vorfeld dieser Entscheidungen werde die SPD-Fraktion einige neuralgische Straßen anschauen und den Dialog zu Bürgern suchen. Zum Auftakt am Montag in Ottenau nahm man die Eberstein- und Beethovenstraße unter die Lupe. Wie Pfrommer betonte, wird man sich in der Gesamtstadt weitere Bereiche näher anschauen.

„Unser Ziel muss es sein, den Geschwindigkeits-Flickenteppich zu beseitigen“. Bei dem Vorort-Gespräch nahmen auch Anwohner zur aktuellen Situation der Ebersteinstraße mit deutlichen Worten Stellung. So sprach ein Bürger von einer der am stärksten befahrenen Straße der Stadt, auf der zudem zu schnell gefahren werde, was wiederum zu gefährlichen Situationen führe. Die Stadt Gaggenau müsse hinter der 30 km/h-Regelung stehen, sagte der Anwohner. Mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen und der überhöhten Geschwindigkeit verbunden sei zudem ein erhöhtes Lärmaufkommen. „Wir haben keine Lobby“, sagte ein weiterer Bürger der Ebersteinstraße, „dies ist unser Problem.“

Manfred Striebich, Bürger aus der Ottenauer Siedlung, sprach den Bereich rund um die Bushaltestelle in der Ebersteinstraße an. In deren Bereich befinden sich einige Einzelhandelsgeschäfte. Er plädierte für eine Umgestaltung ähnlich wie am Gaggenauer Bahnhof.

Durch eine damit verbundene Reduzierung der Geschwindigkeit könne man eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität und eine deutliche Aufwertung erreichen. Verkehrsteilnehmer und insbesondere Autofahrer, so Striebich, müssten sich an mehr Geduld im Ortsbereich gewöhnen.

Für den Einmündungsbereich der Eberstein- in die Beethovenstraße brachte Striebich einen Kreisel ins Gespräch. Den Einmündungsbereich der Rembrandtstraße in die Ebersteinstraße nahm die SPD ebenfalls unter die Lupe. Insbesondere auch wegen der zahlreichen Schulkinder, die dort unterwegs sind, bestehe dringender Handlungsbedarf.

Es spreche einiges für Tempo 30 auf der gesamten Ebersteinstraße von der Murgbrücke bis zum Kreisel, so Gerd Pfrommer,

Manfred Striebich sagte, dass 30 km/h auf der Ebersteinstraße kein Problem darstellen sollten, zumal auf derselben Kreisstraße, die anschließend nach weiter Selbach führe, dies im Bereich der Grundstraße der Fall ist. Auch für die Beethovenstraße sprach sich die SPD für eine einheitliche Regelung bei der Geschwindigkeit aus.

Schon vor einigen Wochen erkundigte sich FDP-Stadträtin Bettina Agostini nach der Schulwegsicherung an der Ebersteinstraße. Sie wollte wissen, ob die „Smileys“ wieder aufgebaut werden, was Bürgermeister Michael Pfeiffer bejahte. Außerdem erkundigte sich Agostini, ob in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsreduzierung oder Querungshilfen umsetzbar seien.

Nach Pfeiffers Angaben ist der Einbau einer Querungshilfe nur mit größeren Umbaumaßnahmen, gegebenenfalls mit Teilrückbau des Siedlerplatzes möglich. Für die Anordnung einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h, fehlten ferner – zumindest derzeit – die rechtlichen Möglichkeiten.

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Joachim Kocher

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Erstellt:
14. Dezember 2021, 13:00 Uhr
Lesedauer:
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