Edeka-Zentrallager an der A5 legt los

Rastatt (BT) – In rund zweieinhalb Jahren Bauzeit ist auf einer Grundfläche von 36.000 Quadratmetern entlang der A5 das neue Zentrallager von Edeka Südwest entstanden.

Offizielle Inbetriebnahme (von links): OB Hans Jürgen Pütsch, Rainer Huber, Vorsitzender der Geschäftsführung Edeka Südwest, Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sowie Klaus Fickert, Geschäftsführer Edeka Südwest. Foto: Thomas Schindel

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Offizielle Inbetriebnahme (von links): OB Hans Jürgen Pütsch, Rainer Huber, Vorsitzender der Geschäftsführung Edeka Südwest, Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sowie Klaus Fickert, Geschäftsführer Edeka Südwest. Foto: Thomas Schindel

„Es ist ein Meilenstein für die Effizienz des Logistik-Netzwerks und sichert die weitere Expansion unseres Unternehmensverbunds“, beschrieb Rainer Huber, Vorsitzender der Geschäftsführung Edeka Südwest, das Zentrallager bei der Inbetriebnahme, die pandemiebedingt ohne Feierstunde stattfand. Welche Bedeutung der Gebäudekomplex für Edeka hat, verdeutlichen folgende Zahlen: Rund 140 Millionen Euro hat das Unternehmen in das Projekt investiert, mit dem mittelfristig bis zu 400 neue Arbeitsplätze entstehen. Mehr als sechs Kilometer Paletten- und Behälterfördertechnik wurden installiert und rund 130 Elek-tro-Flurförderfahrzeuge, betrieben mit der neuesten Lithium-Ionen-Technologie, rollen nun durch die Hochregal-Gänge. 31.500 Palettenstellplätze und 200.000 Stellplätze für kleinere Behälter werden von 31 Regalbediengeräten angesteuert. Am Tag werden künftig durchschnittlich 3.900 Paletten und Rollbehälter voller Ware von Rastatt aus auf die Reise gehen.

Es handelt sich um Artikel des Trockensortiments, darunter Kaffee und Tee, Süßwaren oder auch Konserven, informiert das Unternehmen per Pressemitteilung. Sie gehen an die bestehenden Edeka-Regionallager im Südwesten. Die ersten Wareneingänge erfolgten im Oktober, seit vergangenem Monat wird ausgeliefert.

Ministerin: „Guter Tag für Rasatt“

„Durch die an den anderen Logistik-Zentren frei werdenden Kapazitäten schaffen wir dort Platz für frische Lebensmittel – viel davon aus der Region“, erläuterte Rainer Huber.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) erklärte: „Heute ist ein guter Tag für Rastatt und für ganz Baden-Württemberg. Edeka hat mit seinem Zentrallager große Pläne in die Tat umgesetzt und neue Arbeitsplätze geschaffen. Es braucht vor Ort eine Willkommenskultur für Unternehmen – und die gibt es hier in Rastatt. Mit dem neuen Zentrallager wird die Erfolgsgeschichte Edeka nun eindrucksvoll fortgesetzt.“

Zusätzlich zum halbautomatisierten Hochregallager wurden Büro-, Verwaltungs- und Sozialräume sowie eine Werkskantine und ein Parkhaus gebaut. Das Dach wurde begrünt, eine Photovoltaikanlage speist Strom ins Netz ein. „Der neue Standort ist in Rekordzeit entstanden und das unter erschwerten Rahmenbedingungen. Denken Sie an die Corona-Pandemie oder die angespannte Marktsituation bei Rohstoffen und Baumaterialien“, so Rainer Huber.

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch sprach von einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Edeka Südwest und der Stadtverwaltung, die schließlich auch die schnelle Realisierung des Projekts ermöglichte. „Wir freuen uns, mit diesem Standort die Expansionsmöglichkeiten von Edeka Südwest zu unterstützen. Durch das Zentrallager können wir eine zukunftssichere Versorgung der Region gewährleisten“, betonte der Rathaus-Chef und verwies zugleich darauf, dass Rastatt inzwischen ein wichtiger Standort für die gesamte Branche sei. „Edeka ist nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber in Rastatt, sondern auch ein starker wirtschaftlicher und regional engagierter Partner der Stadt“, so der OB.

Zu den Auswirkungen auf den Verkehr erklärte das Unternehmen auf Nachfrage unserer Zeitung, dass das vom Zentrallager verursachte Verkehrsaufkommen „nachweislich“ keine negativen Auswirkungen auf die örtliche Verkehrssituation habe.

Vor drei Jahren hatten Vertreter von Edeka im Gemeinderat erläutert, dass man den Betrieb ab dem Jahr 2025 unter Volllast fahren werde. Damit verbunden sei ein Aufkommen von täglich 186 Lastwagen sowie 372 Autos. Sollten einmal die rund 25 Meter langen Gigaliner zum Einsatz kommen, ließe sich der Lkw-Verkehr um 30 Prozent senken, hieß es damals.


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