Eggy brummt wie ein Bär

Karlsruhe (BT) – Jeden Monat präsentiert das BT mit dem Zoo Karlsruhe ein Zootier. Unter der Rubrik „Im Zoo zu Hause“ lernen Kinder Tiefland-Paka Eggy kennen.

Sieht niedlich aus, verteidigt sein Revier aber ziemlich aggressiv: Tiefland-Paka Eggy. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Sieht niedlich aus, verteidigt sein Revier aber ziemlich aggressiv: Tiefland-Paka Eggy. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Den Tag lasse ich am liebsten ruhig angehen und halte gerne ein Nickerchen. Mein Name ist Eggy und ich bin ein Tiefland-Paka. Letztes Jahr zu Ostern wurde ich geboren, weswegen man mir den Namen Eggy gegeben hat, der an das englische Wort für „Ei“ erinnert. Ich lebe im Karlsruher Zoo und bewohne die Anlage zusammen mit den Totenkopf-Äffchen. Da ich vor allem den Boden benutze und die Affen eher oben klettern, kommen wir gut miteinander aus. Und das, obwohl sie den ganzen Tag aktiv sind und ich mich so gerne ausruhe. Nur manchmal, wenn die Affen mir mein Lieblingsfutter klauen wollen, knurre ich sie an. Das Futter gehört schließlich mir. Und knurren kann ich extrem gut und laut.

Vegetarier und Einzelgänger

Viele Menschen wissen gar nicht, dass es Pakas gibt. Wir sind neben den Wasserschweinen und Pakaranas die größten Nagetiere Südamerikas. Wir werden mehr als 50 Zentimeter groß und haben ein richtig schönes Gesicht, wie ich finde. Normalerweise sind wir Einzelgänger und leben am liebsten alleine. Im eigenen Gebiet dulden wir keine Artgenossen, diese Reviere können so groß wie fünf Fußballfelder sein. Da das zu groß ist, um das Gebiet ganz alleine vor Eindringlingen zu bewachen, leben wir dann doch manchmal als Paar zusammen in einem Revier. Allerdings leben Männchen und Weibchen an den entgegengesetzten Rändern des Reviers. Dort hat jeder seine eigene Höhle. So muss man dem Partner nicht begegnen und kann trotzdem gemeinsam das Revier verteidigen. Das gesamte Gebiet wird mit Duftmarken markiert. Dies ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kommunikation. Wenn ich mich gestört fühle oder Eindringlinge vertreiben will, brumme ich übrigens wie ein Bär. Trotz meines niedlichen Aussehens kann ich ganz schön aggressiv werden.

In Südamerika leben wir in tropischen und subtropischen Wäldern. Dabei wählen wir immer Gebiete aus, in denen es Gewässer wie Flüsse oder Seen gibt. Wir können nämlich sehr gut schwimmen. Wenn wir bedroht werden, stürzen wir uns einfach ins Wasser. Wir Pakas sind Vegetarier, unsere Nahrung besteht hauptsächlich aus saftigen Früchten. Die guten Ohren helfen uns, die reifen Früchte schon von Weitem fallen zu hören. Außerdem nehmen wir Samen, Rinden und Blätter zu uns, wenn es mal nicht so viele leckere Früchte gibt. Im Zoo werde ich aber gut versorgt und muss mich nur manchmal mit den Affen um die leckersten Früchte streiten.

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Erstellt:
14. Mai 2022, 09:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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