Eichner fordert bessere Verteidigung

Karlsruhe (ket) – Vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV an diesem Samstag (20.30 Uhr) fordert KSC-Trainer Christian Eichner vor allem eines von seiner Mannschaft: „Wir müssen besser verteidigen.“:

Ob Philipp Hofmann (links) und Fabian Schleusener gemeinsam gegen den Hamburger SV stürmen? Foto: Helge Prang/GES

© GES/Helge Prang

Ob Philipp Hofmann (links) und Fabian Schleusener gemeinsam gegen den Hamburger SV stürmen? Foto: Helge Prang/GES

Die Vorfreude aufs anstehende Spiel fasst Christian Eichner in Schlagworten zusammen, eines nach dem anderen sprudelt aus ihm heraus. Zusammengefasst und der Reihen nach geordnet: Toller Gegner. Dunkelheit. Flutlicht. Live-Spiel vor hoffentlich voller Hütte. Damit gemeint ist zweifelsohne die morgige Zweitligapartie des Karlsruher SC gegen den Hamburger SV. Erstmals in dieser Saison spielen die Badener am Abend, um 20.30 Uhr wird auf der Wildparkbaustelle angepfiffen.

Um wiederum zu erklären, auf was es in dieser Partie gegen den Tabellensiebten ganz besonders ankommen wird, braucht Eichner weit weniger Text, eigentlich reicht ihm dafür ein einziges Schlagwort: Auf die Defensive. Zuletzt ließ diese bei den Blau-Weißen eher zu Wünschen übrig. Vier Gegentore waren es vergangenen Samstag gegen Paderborn, je eins gegen Leverkusen (Pokal) und Aue, dafür drei gegen Düsseldorf sowie zwei in Regensburg. 2,3 Tore im Schnitt machte das in den letzten sechs Partien – und damit deutlich zu viel.

Zumal es nicht nur die Anzahl der Tore ist, die Eichner stört, sondern ihre Art. „Slapstick“, nennt er das. Einfach „zu einfach“ fallen ihm die Treffer, zum Großteil nach individuellen Fehlern. „Das müssen wir abstellen“, fordert der KSC-Coach. „Wir müssen besser verteidigen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, das Spiel zu gewinnen“, formuliert er im ihm eigenen Duktus.

Mit zwei Spitzen gegen den HSV?


Um das gewährleisten zu können, müsse jeder schon im Training alles dafür tun, um sein eigenes Tor zu beschützen. Denn, so ist sich Eichner sicher: „Wenn es unter der Woche im Training gelingt, gelingt es auch am Wochenende im Spiel.“ Nicht zuletzt die „Grundkonzentration“ müsse dafür wieder hochgeschraubt werden – und zwar von jedem einzelnen. „Der Gegner darf nicht einfach so vor Gersbeck auftauchen“, sagt Eichner, also vor dem Torhüter der Blau-Weißen.

Vor allem in der ersten Halbzeit letzten Samstag gegen Paderborn war dies des Schlechten deutlich zu viel, wobei Eichner im Rückblick die Zeitspanne etwas eingeschränkt gesehen haben möchte. Zwanzig Minuten sei es schließlich ein weitgehend ganz normales Zweitligaspiel gewesen, zwölf Minuten später war die Partie für die Badener dann allerdings auch schon vorbei, genau so lange dauerte der Gegentor-Tsunami, der da über den KSC hereinbrach. Zwölf Minuten, in denen die Defensive nicht nur schlecht, sondern überhaupt nicht vorhanden war.

Dass seine Elf nach der Pause und dem Wechsel auf das Spiel mit zwei Spitzen – Fabian Schleusener rückte an die Seite von Philipp Hofmann – das Ergebnis zumindest etwas gnädige gestalten konnte, wirft nun natürlich die Frage auf, ob es morgen gegen den HSV ein probates Mittel sein könnte, von Beginn an mit zwei Spitzen zu agieren. Eichner weiß, dass eine Systemänderung im Umfeld heiß diskutiert wird und von so manchem gefordert wird. Er selbst ringt ja durchaus auch mit sich. Seine Tendenz gestern: Unentschieden!

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Erstellt:
4. November 2021, 17:43 Uhr
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