Ein erster Impuls nach der Corona-Zwangspause

Gaggenau (BT) – Bei der Sitzung des Sportausschusses gab es Grund zur Freude. An zwei Vereine und die „Handball-Förderer“ aus Bad Rotenfels wurden Preise verliehen.

Udo Fütterer (links, Turnverein Oberweier) sowie Katja Rahner (Mitte) und Tina Hartmann-Hylla (rechts, beide TB Selbach freuen sich über den Jugendförderpreis der Firma Protektor, überreicht von Manfred Striebich (hinten links) und Sinja Stephan (hinten rechts). Foto: Thomas Senger

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Udo Fütterer (links, Turnverein Oberweier) sowie Katja Rahner (Mitte) und Tina Hartmann-Hylla (rechts, beide TB Selbach freuen sich über den Jugendförderpreis der Firma Protektor, überreicht von Manfred Striebich (hinten links) und Sinja Stephan (hinten rechts). Foto: Thomas Senger

Immer wieder wurde sie verschoben, nun hat sie stattgefunden: Die Jahreshauptversammlung des Sportausschusses Gaggenau. Dabei wurden in der Jahnhalle am Dienstag die Jugendförderpreise und der Hanns-Spitschan-Preis vergeben.

„Keine Einschränkung bei der Förderung“, man versuche, den Vereinen bei den Hallengebühren entgegenzukommen, versicherte Oberbürgermeister Christof Florus in seinem Grußwort. Es gelte nun, die Jugendlichen wieder an die gemeinsame sportliche Betätigung und den sportlichen Wettbewerb heranzuführen: „Meine Unterstützung, wenn Sie sie benötigen, die haben Sie.“ Eine kurze Rede des OB, schließlich musste er noch in die Merkurhalle zur Ottenauer Vereinsgemeinschaft. Darüber hinaus hatte er am Dienstag Hochzeitstag, wie er verriet – „und Deutschland spielt auch noch.“

Förderpreis und Aufbruchstimmung

Den Jugendförderpreis der Firma Protektor Maisch verliehen in diesem Jahr Manfred Striebich und die Auszubildende Sinja Stephan; sie ist selbst beim TV Forbach aktiv. Die Jugend sei für das Unternehmen wichtig, deshalb verleihe man gerne den Preis, sagte Striebich. Die mit jeweils 500 Euro dotierte Auszeichnung geht in diesem Jahr an den TV Oberweier und den TB Selbach. Für den TV Oberweier erläuterte Udo Fütterer, dass der Verein seit sechs Jahren wieder eine Tischtennisabteilung habe; hier wolle man auch die Jugendarbeit intensivieren. Selbiges gelte für die Faustballer. Katja Rahner und Tina Hartmann-Hylla vom TB Selbach freuten sich, dass es nun mit dem Training wieder losgehen könne. Rainer und Jürgen Förderer von den Panthers Gaggenau erhielten den Hanns-Spitschan-Preis. Die Zwillingsbrüder aus Bad Rotenfels dürfen sich darüber hinaus über eine Einladung zum Essen freuen: „Traube Tonbach würde unser Budget sprengen“, sagte Sportausschussvorsitzender Gerd Pfrommer launig, „aber ansonsten ist alles in Gaggenau oder Umgebung okay.“

In ihren Dankesworten stellten die beiden erfolgreichen Handball-Veteranen den Teamgeist in den Vordergrund. Vorstandsmitglied Andreas Stahlberger ließ die Verdienste der Förderers in den vergangenen mehr als 40 Jahren für den Handballsport in Gaggenau Revue passieren: „Vorausschauend, anpackend und die Zukunft im Blick“, so könne man die beiden kurz und treffend charakterisieren. Unter der Leitung von Stadtrat Björn Stolle hatten die 30 Stimmberechtigten die Regularien zügig absolviert. Kassenprüfer Rudi Drützler attestierte eine ordnungsgemäße Führung der Finanzen. Von den Gesamtausgaben in Höhe von gut 160 Euro machten die Kontoführungsgebühren bei der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau rund 60 Euro aus, bilanzierte er.

Als zweiter Vorsitzender wurde Hartmut Stich (TB Gaggenau) für eine weitere Amtszeit einstimmig bestätigt. Vorsitzender Pfrommer gratulierte seinem Stellvertreter: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Hartmut.“ In seinem Bericht ging Pfrommer auf die anstehenden Hallensanierungen ein, die nach der Priorisierung in den nächsten Haushaltsjahren erfolgen sollen: „Es geht nicht alles auf einmal“, doch die „einigermaßen objektivierte Prioritätenliste“ sei sehr hilfreich.

Pfrommer ruft zum Schulterschluss auf

Während der Corona-Pandemie habe der Amtsschimmel zuweilen sehr kräftig gewirbelt mit Regelungen, die „teilweise nur schwer nachzuvollziehen waren“. Corona habe in vielerlei Hinsicht Auswirkungen für die Vereine gehabt:

- Motivation von Mitgliedern und Ehrenamtlichen.

- Finanzielle Ausfälle (Veranstaltungen, Sponsoren).

- Gesundheit: unter anderem Gewichtszunahmen in der Bevölkerung.

- Große Nachteile speziell für Kinder und Jugendliche.

Pfrommers Folgerung: „Es ist höchste Eisenbahn für einen Neustart des Vereinssports. Wir brauchen keine Absichtserklärungen, sondern belastbare Konzepte. Wir brauchen eine Kultur des Möglichmachens und nicht des Absagens und Verschiebens.“ Dabei müssten die Ehrenamtlichen befreit von den Hemmnissen von Sicherungskonzepten agieren können. „Wir müssen uns als Verein, aber auch als Vereinsgemeinschaft den Platz in der Gesellschaft, der uns zusteht, zurückerobern“, schloss Pfrommer kämpferisch seinen Bericht: „Wir sollten uns noch mehr als früher als Interessengemeinschaft verstehen.“ Ein Dankeschön Pfrommers galt Stephanie Stößer vom Sportausschuss sowie Katharina Twardon und Carmen Merkel von der Stadtverwaltung.

Rainer (Zweiter von links) und Jürgen Förderer (rechts) nehmen den Hanns-Spitschan-Preis entgegen. Gertraud Spitschan (Mitte) sowie Andreas Stahlberger, Christof Florus und Gerd Pfrommer (hinten von links) freuen sich mit ihnen. Foto: Thomas Senger

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Rainer (Zweiter von links) und Jürgen Förderer (rechts) nehmen den Hanns-Spitschan-Preis entgegen. Gertraud Spitschan (Mitte) sowie Andreas Stahlberger, Christof Florus und Gerd Pfrommer (hinten von links) freuen sich mit ihnen. Foto: Thomas Senger

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BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
17. Juni 2021, 15:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 51sec

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