„Ein tolles Bauprojekt“

Loffenau (ham) – Ein Filetstück beim Kurpark in Loffenau wird nach fast 50 Jahren endlich bebaut. Die zehn Einheiten in der seniorengerechten Wohnanlage waren sofort vergriffen.

Markus Burger (links) und Frank Walz nehmen den ersten Spatenstich symbolisch vor, während der Bagger bereits gegenüber vom Kurpark im Einsatz ist. Foto: Metz

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Markus Burger (links) und Frank Walz nehmen den ersten Spatenstich symbolisch vor, während der Bagger bereits gegenüber vom Kurpark im Einsatz ist. Foto: Metz

„Nachverdichtung ist immer in aller Munde. Daher ist das ein tolles Bauprojekt“, freut sich Markus Burger beim Spatenstich für die Anlage direkt neben dem malerischen Kurpark in Loffenau. Diese Einschätzung des Bürgermeisters rührt aber vor allem von der Zahl der neuen Bewohner her, die die Bevölkerungszahl in dem 2 500-Seelen-Dorf gleich um rund ein Prozent in die Höhe schnellen lässt.

Um einen ähnlichen Zuwachs im Rheinblick III zu erzielen, müsste die Gemeinde mehr als ein halbes Dutzend Einfamilienhäuser genehmigen, rechnet Burger vor. Die Gaggenauer Consys GmbH begann auf dem 797 Quadratmeter großen Grundstück im Kelterweg 17 mit den Bauarbeiten für das 2,5-Millionen-Euro-Projekt. Zehn Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern sollen bis Herbst 2021 bezugsfertig sein. Die kleinste Einheit umfasst dann 61 Quadratmeter und kostet 200500 Euro. Rund 381000 Euro müssen für die größte Wohnung (125 Quadratmeter) überwiesen werden. Um den Verkauf muss sich Frank Walz keine Sorgen machen: „Alle Einheiten sind schon reserviert“, berichtet der Consys-Geschäftsführer. Burger wundert das nicht: „In Loffenau ist es nahezu unmöglich, eine Mietwohnung zu finden.“

Neben Kapitalanlegern kaufen sich aber auch einheimische Senioren ein und rochieren aus ihrem Häuschen in die Anlage mit 841 Quadratmetern Wohnfläche, erzählt Walz und begründet: „Das Projekt ist seniorengerecht eingerichtet und bekommt einen Fahrstuhl hoch bis unters Dach.“

Bauplatz seit 70er Jahren unbebaut

In Loffenau sind zwar noch einige Baulücken zu finden, doch „die Leute verkaufen die nicht, weil sie für ihre Kinder oder Enkel den Bauplatz behalten wollen“, berichtet Walz von vielen vergeblichen Gesprächen, um an solche Filetstücke wie am Kurpark heranzukommen. Burger würde weitere Lückenschlüsse wie jenen jetzt im Kändeläcker II begrüßen – der erste Bebauungsplanentwurf stammt schließlich von 1973! Der Schuppen der Drachenflieger, der abgerissen wird, kündet von der jahrzehntelangen Brache, bis Consys im November 2019 das Grundstück für 140 000 Euro erwarb und nun einheimische Firmen beauftragte.

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Erstellt:
29. Mai 2020, 19:00 Uhr
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