Eine Hommage an Tony Marshall

Baden-Baden (sga) – Elke Hahn ist Weltmeisterin im Pfostenmützenhäkeln. In der Lange Straße sorgt sie nun für einen besonderen Blickfang.

Der Häkel-Tony ist fröhlich und hat ein Mikrofon in der Hand – wie man den Sänger eben kennt. Foto: Elke Hahn

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Der Häkel-Tony ist fröhlich und hat ein Mikrofon in der Hand – wie man den Sänger eben kennt. Foto: Elke Hahn

Mehr als ein Spaziergang ist aktuell ja nicht wirklich drin. Da kann man nur froh sein, dass die Sonne mittlerweile ihren Weg durch die Wolken gefunden hat. Zugegeben, das Bummeln von einem leeren Schaufenster zum nächsten kann dann doch ziemlich ermüdend sein. Aber, liebe Leser, kein Grund zur Sorge! Denn das Badische Tagblatt wäre nicht das Badische Tagblatt, wenn wir Ihnen nicht trotzdem etwas bieten könnten!

Unsere heiße Empfehlung lautet deshalb: Gehen Sie weiterhin mit wachsamen Blick durch die Straßen. Vielleicht gibt es ja an der einen oder anderen Ecke trotzdem etwas oder jemanden zu entdecken? Wir wollen Sie nicht lange auf die Folter spannen und geben vorab schon mal einen kleinen Tipp: Schöne Maid.

Tony Marshall sitzt in der Lange Straße

Na, klingelt es schon? Okay, wir legen noch einen nach: Schlager-Star. Und weil aller guten Dinge drei sind, nennen wir das Kind einfach bei seinem Namen: Tony Marshall. Der sitzt seit ein paar Tagen nämlich ohne Unterbrechung und mit herunterbaumelnden Beinen auf einem Geländer in der Lange Straße.

Na gut, erwischt. Es ist nicht der echte Tony Marshall. Aber geben Sie es zu: Die Frisur ist wirklich gut getroffen! Und das, obwohl sie – wie der Rest der Figur – gehäkelt worden ist. Von keiner Geringeren als Elke Hahn: Sie ist Weltrekordhalterin im Pfostenmützenhäkeln! Das, was Sie in der Lange Straße sehen, nennt sich Yarnbombing – eine mittlerweile weit verbreitete Art der Straßenkunst.

Mit diesem Projekt will Hahn den Passanten eine kleine Attraktion bieten. „Gleichzeitig ist es eine Hommage an Tony Marshall“, wie sie uns schreibt. Denn in der jetzigen Zeit seien fröhliche Lieder, wie der Baden-Badener sie singt, wichtiger denn je. Um die acht Stunden braucht die Weltmeisterin für so ein Kunstwerk, „aber die Arbeit lohnt sich, denn Menschen freuen sich über die witzigen Figuren“. Diese werden von Hahn oder anderen Künstlern dann in Städten verteilt – mit der Bitte, sie an ihrem Platz zu lassen und nicht zu beschädigen, damit sich möglichst viele Menschen daran erfreuen können. Digital gibt es das alles über den Instagram-Kanal „gassenmaschen“ zu begutachten. Na, haben wir Ihnen zu viel versprochen?

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Erstellt:
28. April 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

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