Einkauf in der Kurstadt ab Mittwoch nur mit Termin

Baden-Baden (fk) – Die hohe Inzidenz zwingt die Region in den Rückwärtsgang: In Baden-Baden dürfen die Geschäfte ab Mittwoch Kunden wohl wieder nur nach einer Terminvergabe empfangen.

In Baden-Baden werden die Geschäfte ab Mittwoch Kunden wieder nur nach einer Terminvereinbarung empfangen dürfen. Foto: Sarah Reith/Archiv

© sre

In Baden-Baden werden die Geschäfte ab Mittwoch Kunden wieder nur nach einer Terminvereinbarung empfangen dürfen. Foto: Sarah Reith/Archiv

Etwas mehr als eine Woche sind die Läden in Baden-Baden wieder fast uneingeschränkt geöffnet: Doch damit ist jetzt Schluss. Den dritten Tag in Folge lag am Sonntag die Sieben-Tage-Inzidenz im Stadtkreis über 50. Bedeutet ab Mittwoch: Die Läden müssen schließen, Einkaufen ist wieder nur noch mit Terminvergabe erlaubt. Im Landkreis Rastatt gelten ab Dienstag noch viel härtere Bestimmungen – hier liegt die Inzidenz seit Tagen deutlich über 100.

Ursprünglich war die Stadt Baden-Baden davon ausgegangen, dass die Geschäfte schon ab Dienstag schließen müssen – zwei Tage nach dem dreimaligen Überschreiten der 50er-Inzidenzgrenze am Sonntag. Allerdings hat das Gesundheitsamt das erst am Montag offiziell festgestellt – daher zählen die zwei Tage Puffer bis zur Schließung auch erst ab Montag, wie das zuständige Rastatter Landratsamt auf BT-Nachfrage erklärte.

Für den Stadtkreis Baden-Baden (Inzidenz am Sonntagabend: 65,2) gilt damit ab Mittwoch Folgendes:

Der Einzelhandel darf nur noch sogenanntes „Click & Meet“ anbieten. Kunden können laut Landesverordnung nach vorheriger Terminabsprache sich in einem festen Zeitfenster in einem Laden beraten lassen und einkaufen. Dabei darf nicht mehr als ein Kunde pro 40 Quadratmeter gleichzeitig anwesend sein. Museen und Galerien können nur mit vorheriger Terminbuchung und Dokumentation der Kontaktdaten besucht werden.

Private Treffen nur noch im ganz kleinen Kreis

Treffen sind nur noch mit bis zu fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten möglich. Die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten dabei laut Verordnung allerdings als ein Haushalt. Sollte ein Haushalt bereits aus fünf oder mehr Personen über 14 Jahren bestehen, so darf sich dieser Haushalt mit nur einer weiteren nicht dem Haushalt angehörigen Person treffen.

Individualsport ist nur noch mit maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten erlaubt. Ausnahmen gelten bei Kindern. Kontaktarmer Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahren ist möglich, aber nur im Freien.

Da der Landkreis Rastatt (Inzidenz am Sonntagabend: 131,8) bereits letzte Woche drei Tage in Folge eine Inzidenz von deutlich über 100 aufwies, gilt ab dem zweiten Werktag nach Erreichen dieser Grenze und somit ab Dienstag Folgendes:

Ansammlungen, private Zusammenkünfte und Veranstaltungen sind nur noch mit einem Haushalt plus einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person gestattet. Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit.

Auch der Amateursport wird wieder eingeschränkt

Der Einzelhandel darf keine Öffnung nach vorheriger Terminvergabe („Click & Meet“), sondern lediglich Abhol- und Lieferdienste einschließlich solcher des Online-Handels anbieten. Einige Betriebe wie beispielsweise Lebensmittel- und Getränkeläden, Buchhandel und Gärtnereien sind davon ausgenommen. Museen, Galerien sowie Gedenkstätten werden für den Publikumsverkehr geschlossen.

Sportanlagen für den Amateur- und individuellen Freizeitsport werden geschlossen. Individualsport ist nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts plus einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person erlaubt. Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit. Weitläufige Anlagen im Freien wie Golfplätze, Reitanlagen oder auch Tennisplatzanlagen dürfen auch von mehreren individualsportlich aktiven Personen unter Einhaltung der Abstandsregeln genutzt werden. Umkleiden, Aufenthaltsräume und andere Gemeinschaftseinrichtungen wie sanitäre Anlagen dürfen nicht genutzt werden.

Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo-, Sonnen- und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen und ähnliche Einrichtungen müssen wieder schließen. Ausnahmen gelten für medizinisch notwendige Behandlungen, insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Fußpflege. Auch Friseure dürfen weiterhin öffnen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Florian Krekel

Zum Artikel

Erstellt:
15. März 2021, 05:30 Uhr
Aktualisiert:
15. März 2021, 14:14 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.