Eisental: Feist stellt sich zur Wahl

Bühl (cn) – Karin Feist will Ortsvorsteherin von Eisental werden und damit die Nachfolge von Ortsvorsteher Jürgen Lauten antreten. Dies wurde auf der jüngsten Sitzung des Gremiums bekannt.

Karin Feist kandidiert für das Ortsvorsteher-Amt in Eisental. Foto: Christina Nickweiler

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Karin Feist kandidiert für das Ortsvorsteher-Amt in Eisental. Foto: Christina Nickweiler

„Ich wäre bereit, meinen Hut in den Ring zu werfen“, sagte Feist in der Ortschaftsratssitzung am Dienstag. Zuvor hatte Lauten um Vorschläge aus dem Gremium gebeten.
Wie bereits berichtet, gab Lauten im September bekannt, zum Jahresende die Aufgabe als ehrenamtlicher Ortsvorsteher aufgeben zu wollen. Im Dezember, wenn Lauten zum letzten Mal die Ortschaftsratssitzung leiten wird, findet auch die Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin statt. Feist kandidierte bereits 2015 für das Amt des Ortsvorstehers. Der Ortschaftsrat wählte damals Lauten. Fortan zeichnete Feist als Stellvertreterin des Ortsvorstehers verantwortlich.

Die 48-Jährige, die für die Freien Wähler im Gremium sitzt, zeigte sich angetan von den Bürgerbeteiligungsprozessen, die Lauten in den vergangenen Jahren angestoßen hat: „Ich weiß, dass Jürgen Lauten mit seinem Einsatz die Latte sehr hoch gehängt hat. „Ich will das weitermachen, was begonnen worden ist. Ich finde super, was bisher in Sachen Bürgerbeteiligung gelaufen ist. Deswegen habe ich mich entschieden, diese Prozesse weiterzuführen.“, Feist erhielt Applaus von ihren Ratskollegen.

Feist wohnt seit 2010 in Eisental, sie wurde dort 2014 erstmals in den Ortschaftsrat gewählt. Sie ist gelernte Schreinerin und Diplom-Sozialarbeiterin. Politisch aktiv war Feist, die ursprünglich aus Neuweier stammt, in ihrer vorherigen Tätigkeit als Jugendreferentin im Kirchendekanat und Vorsitzende des Kreisjugendausschusses im Kreis Sigmaringen. Heute arbeitet Feist halbtags für die Gemeinde Sinzheim als Schulsozialarbeiterin an der Grundschule.

Die Halbtagsstelle eröffne ihr auch die Möglichkeit, die übrigen zeitlichen Kapazitäten in die Stelle einer ehrenamtlichen Ortsvorsteherin einzubringen. „Meine Halbtagsstelle ist mit der Position des Ortsvorstehers gut vereinbar“, erklärte Feist vor dem Gremium. Zudem habe sie den Schritt mit ihrer Familie besprochen. „Die steht hinter mir“, sagte sie.

Lob für Bürgerbeteiligung

Feist ist verheiratet und hat zwei Söhne im Alter von 13 und 15 Jahren. Sie ist zudem passives Mitglied im Turnverein Eisental und gehört dem hiesigen Imkerverein an. Für Feist hat Eisental eine „tolle Wohnqualität“, auch durch den vor Jahren ins Leben gerufene DORV-Laden und durch das Vereinsleben. „Das alles möchte ich unterstützen und Eisental mit den begonnenen Bürgerbeteiligungsprozessen zukunftsfähig machen. Ebenso ist das Thema Nachhaltigkeit für mich ein großes Anliegen“, äußerte sich die Kandidatin gegenüber dem BT.

Wer künftig das Amt als Stellvertreter des Ortsvorstehers übernehmen wird, darüber waren sich die Ortschaftsräte noch nicht im Klaren. Bis zum 7. Dezember wollen sich die Räte nun Bedenkzeit einräumen, um Namen aus den Reihen des Gremiums auszuloten.

Ihr Autor

Christina Nickweiler

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Erstellt:
18. November 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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