„Elan“ macht seit zehn Jahren viel Mut

Baden-Baden (hez) – Zum zehnjährigen Bestehen zieht das Baden-Badener Gründerzentrum Elan positive Bilanz.

Schon etliche erfolgreiche Unternehmen sind im Baden-Badener Gründerzentrum „Elan“ gestartet. Foto: Zorn

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Schon etliche erfolgreiche Unternehmen sind im Baden-Badener Gründerzentrum „Elan“ gestartet. Foto: Zorn

Bei wirtschaftlich bedeutsamen Betriebsgründungen liegt die Kurstadt im Verhältnis zur Einwohnerzahl auf dem ersten Platz in Baden-Württemberg. Dies ist auch dem Baden-Badener Gründerzentrum „Elan“ zu verdanken, das sein zehnjähriges Bestehen feiern kann.

Ein Fest kann es wegen Corona momentan natürlich nicht geben, das soll im kommenden Jahr nachgeholt werden. So freut man sich bei der Stadt und im Gründerzentrum momentan eher im Stillen über eine Erfolgsgeschichte, die aber gestern bei einem Pressegespräch dann doch erzählt werden sollte.

Ziel war es von Anfang an, junge Unternehmen durch preiswerte und attraktive Büroflächen, eine qualifizierte Beratung und ein Netzwerk bei ihrer Entwicklung voranzubringen. Die Errichtung des „Elan“ in der Cité durch die Stadt im Jahr 2010, so betonte jetzt der Geschäftsführer der kommunalen Gewerbeentwicklungsgesellschaft, Markus Börsig, sei auch nie als isoliertes Projekt geplant gewesen, sondern als ein Teil der städtischen Wirtschaftsförderung.

Bausteine des Erfolgs waren die Zusammenarbeit mit dem großen Unternehmer-Netzwerk Cyber-Forum aus Karlsruhe (seit 2015) und die Tätigkeit der Geschäftsführer Rainer Hampp (bis 2015), Elmar Hohmann (bis 2019) und Christiane Klobasa.

Seit Start: 62 erfolgreiche Gründungen

Seit dem Start des Zentrums verzeichnete man hier 62 erfolgreiche Gründungen beziehungsweise Wachstumsunternehmen vor allem aus den Bereichen IT und Unternehmensdienstleistungen (zum Beispiel auf dem Personalsektor oder bei Präsentationsfragen). Beispiele erfolgreicher Unternehmen aus dem „Elan“ sind laut Klobasa die Firmen Franke Immobilien, Arriba (Firmendienstleistungen unter anderem im Bereich der Reisekostenabrechnung), Carada Strategy (Vermarktungsdienstleistungen im Pharmabereich), Personal 1 oder auch Avocado Software Engineering.

Die Mietverträge im „Elan“ sind auf fünf Jahre befristet, allerdings ist die durchschnittliche Mietdauer mit 2,5 Jahren deutlich kürzer. Nicht nur junge „Turnschuh-Unternehmer“ suchen im „Elan“ ihr Glück. Auch ältere Unternehmerjahrgänge wagen „einen zweiten Schritt zur Selbstverwirklichung“, so Markus Börsig.

Vor einem Jahr bezifferte der damalige Geschäftsführer Elmar Hohmann die Erfolgsquote im „Elan“ mit knapp 90 Prozent. Als eine wesentliche Ursache dieser positiven Entwicklung sieht Christiane Klobasa die zahlreichen Unterstützungsangebote für Wachstumsunternehmen. Diese reichen von der Fachkräftevermittlung bis zur Schaffung von wichtigen Kontakten – etwa zu möglichen Investoren.

Zwei Büroeinheiten aktuell leer

Ebenso wichtig sei aber die Beratung im Gründerzentrum, bei der es auch darum gehen kann, Bestandteile der ursprünglichen Idee sinnvoll zu hinterfragen: Warum sollte ein Kunde ein bestimmtes Produkt überhaupt kaufen? Und dann gibt es noch den fruchtbaren Austausch der Gründer untereinander. Denn, so Klobasa, „man kann voneinander lernen, dass nicht jeder denselben Fehler machen muss“.

Momentan sind 13 Gründerunternehmen im „Elan“ zu Hause, zwei Büroeinheiten stehen leer. Aber dies muss nicht lange so sein, denn die Nachfrage von Interessenten ist sehr lebhaft. Für OB Margret Mergen steht fest: „Es gibt in Baden-Baden viele tolle Geschäftsideen. Das Gründerzentrum kann bei der Umsetzung helfen und Mut machen.“

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Erstellt:
26. Juni 2020, 07:30 Uhr
Aktualisiert:
26. Juni 2020, 08:13 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 24sec

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