Elchesheim Favorit gegen Ottersweier

Elchesheim(mi) – Rot-Weiß Elchesheim und der FV Ottersweier wollen ihren Aufwärtstrend in der Landesliga fortsetzen. Im Pokal vor Saisonbeginn siegten die Rot-Weißen klar 5:1

Neuzugang Nikola Kandic hat bislang kämpferisch bei den Rot-Weißen überzeugt. Foto: Frank Vetter

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Neuzugang Nikola Kandic hat bislang kämpferisch bei den Rot-Weißen überzeugt. Foto: Frank Vetter

Diese Erfolgserlebnisse taten beiden so gut. Sie waren nicht nur wichtig für die Moral, sie könnten jetzt die Trendwende im bisherigen Saisonverlauf einleiten. Rot-Weiß Elchesheim und der FV Ottersweier haben sich nach einem doch holprigen Saisonstart in der Landesliga stabilisiert und Fährte aufgenommen. Wobei die Ziele vor dem Duell doch sehr unterschiedlich sind. Für die Schützlinge von Ex-Topstürmer Christian Coratella zählt einzig der Klassenerhalt, während für die Gastgeber seit der Amtsübernahme von Dirk Rohde perspektivisch doch ein anderer Wind weht.
Künftig sollte es nicht mehr wie oft in der Vergangenheit nur um zweistellige Platzierungen gehen, sondern das Maximale angepeilt werden. Wobei ein absoluter Spitzenplatz, das machte das erste Saisondrittel schon deutlich, doch wohl noch zu früh kommt. Da haben Stadelhofen oder Bühl an Aufbauarbeit dann doch noch einiges voraus. Schritt für Schritt soll aber die nächste Stufe erreicht werden, zumal Rohde an anderen Orten schon bewiesen hat, dies bewerkstelligen zu können.

„Die Mannschaft hat das umgesetzt, was der Trainer sehen will. Punktemäßig sind wir jetzt im Soll, nur die Niederlage von Sinzheim verstehe ich heute noch nicht. Wir wollen uns aber im vorderen Drittel einpendeln“, sagt Vorsitzender Dieter Link. Spielertrainer Rohde soll nach seiner Zerrung womöglich erstmals wieder zum Team stoßen wie Dragojevic und Stöck, der nach seinem Urlaub sofort einen Corona-Test absolvierte, den er auch bestand.

Wichtig wird laut Link sein, dass „wir uns das Leben nicht wieder selbst schwer machen und konzentriert bleiben“. Zumal man im Pokal vor Rundenbeginn den Gegner beim 5:1 klar beherrschte. Besonders gut drauf ist derzeit Lukas Frisch, der bereits fünf Tore erzielt hat. Hat sein Lauf bestand und stabilisiert Rohde bei seinem Comeback auf der Sechser-Position das Mittelfeld, sollte eine Miniserie möglich sein.

Mit dem hart umkämpften 2:1 gegen Ulm schaffte Ottersweier erstmals in dieser Saison den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz. „Gegen Ende der Partie hat uns Keeper Felix Spitz mit einigen Glanzparaden den Sieg gesichert. Dadurch konnten wir uns im Abstiegskampf gegen einen direkten Konkurrenten ein wenig Luft verschaffen“, sagte ein sichtlich erleichterter Trainer Christian Coratella. Vor einem Jahr rettete er beim 3:3 in der 85. Minute dem FVO einen Auswärtspunkt. Mit einem Zähler könnte er diesmal alle mal gut leben. „Es erwartet uns eine gute Mannschaft, die sich im taktischen Bereich sehr verbessert hat. Mit einem Remis wäre ich am Ende sehr zufrieden, zumal es vom Kader her sehr eng werden könnte.“

Neben den beiden Langzeitverletzten Exeler und Ernst, dem gesperrten Hocak muss Coratella auch auf den verletzten Kocak verzichten. Zudem stehen hinter dem Einsatz von Schmidt und Kapitän Bilici dicke Fragezeichen. Schnürt Coratella entgegen seiner festen Absicht, nicht mehr im Strafraum Schrecken verbreiten zu wollen, deshalb doch noch mal die Kickschuhe?

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Erstellt:
2. Oktober 2020, 16:00 Uhr
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