Elefantenkuh Nanda gestorben

Karlsruhe (fh) – Die Elefantenkuh Nanda ist im Karlsruher Zoo gestorben. Das hochbetagte Tier hatte Nierenversagen und wurde laut Zoodirektor Matthias Reinschmidt nun von ihrem Leiden erlöst.

Elefantenkuh Nanda ist tot. Sie war geschätzt 54 Jahre alt oder älter. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe/dpa

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Elefantenkuh Nanda ist tot. Sie war geschätzt 54 Jahre alt oder älter. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe/dpa

Die hochbetagte Elefantenkuh Nanda aus dem Karlsruher Zoo ist tot. Dies teilte die Pressestelle der Stadt Karlsruhe am Mittwochabend mit. Das ehemalige Zirkustier verbrachte demnach einen schönen Lebensabend in der Altersresidenz. Der fast blinde Elefant war vor fünf Jahren nach Karlsruhe gekommen und hatte zuletzt Probleme mit der Niere. „Natürlich ist es traurig, wenn so ein Tier gehen muss“, sagte Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt dem BT. „Aber wir wollten auch nicht, dass sie leidet und haben sie somit nun erlöst.“

Ein Ultraschall hatte zuvor ergeben, dass die Niere kurz vor dem Versagen stand. Laut Reinschmidt war der Elefant mindestens 54 Jahre alt oder sogar älter. „Es ist ein Alter, dass die Tiere in der Natur normalerweise nicht erreichen“, sagte er.

Nanda hatte in den vergangen Monaten körperlich stark abgebaut. „Sie war an Kopf, Rücken und Hüfte stark eingefallen. Ihr Allgemeinzustand wurde immer schlechter, sie hat nur noch sehr wenig gefressen, obwohl ihre Zähne für ihr Alter noch in Ordnung waren“, berichtet Zootierarzt Dr. Marco Roller in der Pressemitteilung. „Wir haben Nanda in den vergangenen Wochen intensiv betreut, uns aber nach einer weiteren Untersuchung gemeinsam mit dem Zoodirektor entschlossen, sie einzuschläfern und ihr damit Leiden zu ersparen“, erläutert Dr. Lukas Reese, ebenfalls Zootierarzt.

Aktuell ist mit Elefantenkuh Jenny nur noch ein Tier in der Anlage. Verstärkung im Dickhäuterhaus soll es voraussichtlich im Herbst geben, kündige Reinschmidt an. Der verbleibende Elefant solle nicht alleine bleiben. „Aber vielleicht ist es gut, ihn etwas Abstand gewinnen zu lassen“, so der Zoodirektor. Auch das Tierpflegerteam „soll jetzt erst einmal zur Ruhe kommen“.

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Erstellt:
11. August 2021, 21:13 Uhr
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