Engpass im Krippenbereich zeichnet sich ab

Bischweier (ar) – Der Gemeinderat Bischweier hat in seiner jüngsten Sitzung dem Kindergartenbedarfsplan zugestimmt. Das Neubaugebiet Winkelfeld wird die Nachfrage nach Betreuungsplätzen erhöhen.

Damit die Nachfrage nach Krippenplätzen gedeckt werden kann, hat das Personal seinen Raum aufgegeben. Foto: Anne-Rose Gangl

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Damit die Nachfrage nach Krippenplätzen gedeckt werden kann, hat das Personal seinen Raum aufgegeben. Foto: Anne-Rose Gangl

Das Kinderhaus „Regenbogen“ ist die größte öffentliche Einrichtung in Bischweier. Vor drei Jahren nahm die Gemeinde rund 3,1 Millionen Euro in die Hand, um das über 30 Jahre alte Kinderhaus auf den neuesten Stand zu bringen und den Raumbedarf zu verbessern. Wie lange die Räume noch ausreichen, hängt maßgeblich davon ab, wie viele junge Familien mit Kindern im Neubaugebiet Winkelfeld wohnen werden. In der jüngsten Ratssitzung präsentierte Jacqueline Hörig, Leiterin Fachbereich Finanzen, den Bedarfsplan 2021/22. Aktuell werden 120 Kinder ab einem Jahr von 17 Mitarbeiterinnen im Kinderhaus „Regenbogen“ betreut. Hierfür stehen vier altersgemischte Gruppen von der Regelgruppe bis hin zur siebenstündigen durchgehenden Ganztagesbetreuung für Kinder ab drei Jahren sowie drei Krippengruppen zur Verfügung. Wie Hörig berichtete, sei die am meisten nachgefragte Angebotsform die Frühgruppe. Unverändert hoch sei die Nachfrage nach Krippenplätzen. Aktuell werden die drei Gruppen von 24 Kleinkindern besucht, womit der Krippenbereich fast ausgelastet sei. Im Bereich der Kinder über drei Jahre gebe es in den nächsten drei Jahren keinen Handlungsbedarf, erläuterte Hörig, die jedoch darauf verwies, dass bei dieser Annahme das Neubaugebiet noch nicht berücksichtigt sei.

Ab 2023/24 Fehlbedarf im Krippenbereich

„Darüber werden wir uns unterhalten müssen“, unterstrich die Rechnungsamtsleiterin. Im Bereich der Krippenkinder sehe es jedoch anders aus. Hier könnte bereits ab dem Kindergartenjahr 2023/24 ein Fehlbedarf von drei bis fünf Kindern entstehen. Nach Prognosen des Statistischen Landesamts wird mit 35 Geburten je Jahrgang gerechnet. „In den letzten Jahren kamen in Bischweier immer zwischen 20 und 25 Kinder auf die Welt“, so Hörig. Um aktuell die dritte Krippengruppe unterzubringen, habe das Personal seinen Raum aufgegeben, wie Kindergartenleiterin Marlene Herbstreith informierte. Dass das Kinderhaus „Regenbogen“ beliebt ist, zeigt sich an der Zahl von zwölf Prozent auswärtiger Kinder, ein Großteil von ihnen kommt aus Kuppenheim. Eine weitere Aufnahme auswärtiger Kinder soll eingeschränkt und nur aus einem extrem wichtigen Grund genehmigt werden, damit alle örtlichen Kinder einen Platz bekämen, wie Jacqueline Hörig mitteilte. „Wer da ist, darf auch bei einem Umzug bleiben“, betonte Marlene Herbstreith. Einvernehmlich befürwortete das Gremium die Anschaffung eines Sonnensegels zum Preis von 20.587 Euro für den Kleinkindbereich. Es handelt sich um ein elektrisches Sonnensegel mit einer Segelfläche von 60 Quadratmetern. Weiterhin genehmigt wurde die Erhöhung der Kindergartengebühren von 2,9 Prozent entsprechend den Empfehlungen von Städte- und Gemeindetag, Kirchenleitungen und kirchlichen Fachverbänden. Vom 9. bis 13. August bietet das Kinderhaus für alle Kinder über drei Jahre eine Ferienbetreuung an.

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Erstellt:
5. Juli 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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