Entsetzen über Anschlag auf Gabenzaun

Rastatt (fuv) – Entsetzen ausgelöst hat ein Anschlag mit Buttersäure auf den Gabenzaun im Dörfel. Die Initiatoren der Aktion für Hilfsbedürftige wollen sich aber nicht entmutigen lassen.

Initiator Daniel Franz und seine Nachbarin Jennie Burkhart am wieder intakten Zaun. Sie wollen sich nicht entmutigen lassen.Foto: F. Vetter

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Initiator Daniel Franz und seine Nachbarin Jennie Burkhart am wieder intakten Zaun. Sie wollen sich nicht entmutigen lassen.Foto: F. Vetter

Erst vor wenigen Tagen hat das Badische Tagblatt über eine private Hilfsaktion in Rastatt für Obdachlose und bedürftige Menschen berichtet. Nun wurde der Gabenzaun in der Carl-Friedrich-Straße, an dem sozial Benachteiligte verschiedene gespendete Dinge des täglichen Lebens finden, bei einem Anschlag mit Buttersäure übergossen. Auch das Auto von Gabenzaun-Initiator Daniel Franz wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Es müsse gestern Morgen zwischen 7.30 und 8 Uhr geschehen sein, berichtete Daniel Franz gestern. „Um halb acht habe ich den Zaun noch kontrolliert, dann war ich eine Viertelstunde weg. Meine Nachbarin Jennie wollte nach dem Zaun schauen und hat einen beißendenden Geruch wahrgenommen“, so Franz gegenüber dem BT. Zunächst hätten sie gedacht, es sei Benzin, dann habe er das Buttersäurebehältnis entdeckt. Die Spendengaben waren natürlich unbrauchbar, und auch das Auto von Familienvater Franz wurde mit Säure bespritzt.

Anzeige erstattet

Sie haben dann den Zaun geschrubbt und wieder mit Gaben bestückt, berichtet Franz. Nun wollen er, seine Nachbarin Jennie Burkhart und deren Frau Gabi den Gabenzaun am liebsten nicht mehr aus dem Auge lassen. Franz hat Anzeige gegen unbekannt erstattet. „Wir lassen uns durch diesen Anschlag nicht entmutigen, das bestärkt uns in unserem Bestreben“, betont er. Die Reaktionen auf die feige Tat sind in den sozialen Medien enorm, die Leute entsetzt über ein solches Verhalten.

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Erstellt:
5. April 2020, 19:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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