Erländersee in Hügelsheim vorübergehend geschlossen

Hügelsheim (sawe) – Weil sich im Erländersee ein großer Algenteppich gebildet hat, hat die Gemeinde Hügelsheim die Badestelle vorübergehend geschlossen. Die Mosquito-Strandbar ist weiterhin offen.

Nicht besonders einladend für Badegäste: Glitschiger Algenteppich im trüben Wasser des Erländersees. Foto: Bernhard Schmidhuber

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Nicht besonders einladend für Badegäste: Glitschiger Algenteppich im trüben Wasser des Erländersees. Foto: Bernhard Schmidhuber

 Im Erländersee darf derzeit nicht gebadet werden. Die Gemeinde Hügelsheim hat am Donnerstag die vorübergehende Schließung der Badestelle auch im gesamten Uferbereich verfügt, weil sich im Wasser ein großer Algenteppich gebildet hat, wie Bürgermeister Reiner Dehmelt berichtet. Am Montag soll nach einer Probenentnahme und einem Vor-Ort-Termin mit dem Gesundheitsamt geklärt werden, ob und wann die Badestelle wieder geöffnet werden kann. Davon unberührt ist die Mosquito-Strandbar. Sie ist weiterhin ab 12 Uhr geöffnet.

Das glitschige Grünzeug hatten Mitarbeiter des Bauhofs entdeckt, die jeden Vormittag die Türen zum eingezäunten Badesee aufschließen, das Gelände begehen und das Gewässer auf Sichttiefe prüfen. Gerade in den vergangenen heißen Wochen, in denen es wenig Regen gab, war die Freizeiteinrichtung besonders gut besucht gewesen, hatte auch das DLRG bestätigt, das den Badebetrieb an den Wochenenden auf Veranlassung der Gemeinde überwacht, obwohl der See mittlerweile eine Badestelle ist, für die eine Badeaufsicht nicht erforderlich ist.

Algen haben sich ausgebreitet

Am Donnerstagvormittag nahm Dehmelt zusammen mit einem Mitarbeiter des Ordnungsamts die Situation in Augenschein. Die Algen hätten sich auf sechs bis acht Meter im See ausgebreitet, schätzt der Bürgermeister. Noch am Nachmittag sollten entsprechende Hinweisschilder aufgestellt werden.

Übrigens: Wegen der Corona-Bestimmungen dürfen nur Gäste der Mosquito-Strandbar die Toiletten des Restaurants nutzen, aber keine reinen Badegäste (das BT berichtete). Damit sich diese nicht in die Büsche schlagen müssen oder ins Wasser gehen, wenn sie mal müssen, hatte die Gemeinde zwei XXL-Dixi-Toiletten aufgestellt mit Handwaschmöglichkeiten und Desinfektionsmittelspendern. Die Toiletten würden zweimal in der Woche geleert und gereinigt, sagt Dehmelt. Es sei ihm klar, dass es sich dabei lediglich um Behelfsmittel handele, doch die Gemeinde könne nicht innerhalb weniger Wochen neue Toiletten bauen – ganz abgesehen davon, dass sie bei einer Badestelle dazu auch nicht verpflichtet sei.


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